14.04.2019 - 17:35 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Alpenverein auf Wildspitze

Die DAV-Sektion Karlsbad erklimmt die 3768 Meter hohe Ötztaler Wildspitze. Die Gemeinschafts-Skihochtour auf den zweithöchsten Gipfel Österreichs ist ein Erlebnis.

Auf dem Gipfel, von links Armin Landsdorfer, Matthias Rübl, Tobias Schedl, Jonas Gebhard, Kathi Gocke, Marco Bauer.
von Externer BeitragProfil

"Kürzlich ist unsere Gruppe, bestehend aus unseren beiden Organisatoren und Leitern Marco Bauer und Armin Landstorfer sowie Matthias Rübl und Jonas Gebhard bei frühlinghaftem Wetter von Plößberg aus in Richtung Vent aufgebrochen", heißt es in der Pressemitteilung, mit dem Hinweis, dass in München Kathi Gocke zu den Stiftländern in den Tirschenreuther Stadtbus kam.

In Sölden komplettierte Tobias Schedl die Gruppe. "Am späten Vormittag erreichten wir schließlich unseren Talort, das auf 1895 Meter gelegene Gebirgsdorf Vent." Erstes Tagesziel war die auf 2755 Meter gelegene Vernagthütte. Nach dem Abendessen wurde dann der Entschluss gefasst, wegen des zu erwartenden Andrangs auf den Gipfel aufs Hüttenfrühstück zu verzichten und am nächsten Tag möglichst früh vor allen anderen Hüttengästen, aufzubrechen.

In der Morgendämmerung

So war es schließlich 5.45 Uhr, als die Gruppe in der Morgendämmerung in Richtung Vernagtferner marschierte. "Auf dem Weg dorthin mussten wir noch eine kurze Abfahrt mit den Steigfellen bewältigen." Danach ging es weiter, die aufgehende Sonne im Rücken. Hier wurde der Hang steil und es hieß: Harscheisen anbringen, oder zu Fuß bis zur Engstelle des Jochs. Spätestens an der steilsten Stelle des Brochkogeljochs waren wir gezwungen, die Ski abzuschnallen und hochzuklettern."

Oben erwartete die Bergsteiger ein atemberaubender Ausblick über die im Morgenlicht glänzenden Berge und den Gletscher darunter. Nach einer kurzen Teepause ging es schließlich um den Brochkogel herum weiter über den Tasachferners. "Wegen der großen Schneemengen und der frühen Tageszeit konnten wir hier sogar auf ein Anseilen auf dem Gletscher verzichten und in aller Ruhe in Richtung Wildspitze marschieren." Nach einem letzten Aufschwung über den Gletscher war das Skidepot erreicht: "Hier blies ein eiskalter Wind entgegen, der das Anlegen der Steigeisen erschwerte." Nach einer halben Stunde auf dem felsigen Grat war es schließlich geschafft.

Eine der ersten Gruppen

Überglücklich standen alle auf dem Gipfel des mit 3768 Metern zweithöchsten Berg Österreichs. "Auf eben jenem, den wir als eine der ersten Gruppen des Tages betraten, bewunderten wir die unglaubliche Weitsicht auf Südtiroler Klassiker wie den Ortler und viele andere schöne Gipfel." Die noch einzige Gruppe auf dem Gipfel brachen zum Abstieg ins Tal auf - und sah eine Seilschaft nach der anderen, die sich wie an einer Perlenkette gereiht bergaufwärts bewegten. Der Abstieg führte übers Mitterkarjoch, dann herausfordernder Abfahrtsgenuss: "Der Untergrund wechselte je nach Hang zwischen gutem Firn-, Harsch- und Sulzschnee." Vorm Ziel, dem Skigebiet von Vent, war ein steiler Hang unterhalb der Breslauer Hütte zu bewältigen, "der volle Konzentration in der Abfahrt erforderte". Die Besteigung des Bergs bei großartigem Wetter sei ein einmaliges Erlebnis gewesen. "Eine Reise zur Wildspitze ist auf jeden Fall, und vor allem mit einer so guten Truppe und Organisatoren, wie es bei uns der Fall war, im Sommer wie im Winter zu empfehlen." www.dav-karlsbad.de

Weitere Informationen:

Die Wildspitze war das Ziel einer Skihochtour der DAV-Sektion Tirschenreuth.
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