11.11.2020 - 13:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

8000 Krapfen für guten Zweck verteilt

Der Lions-Club Tirschenreuth kann jubeln: Die Benefizaktion "Krapfenschmaus" zum Faschingsauftakt war ein Erfolg. Viele zahlten sogar freiwillig mehr als den geforderten Betrag.

von Ulla Britta BaumerProfil

Frühmorgens um 3 Uhr laufen in den Bäckereien Maschauer und Berthold Brunner die Öfen heiß. Das ist eigentlich normal. Nur haben die Bäckermeister und -gesellen in der Nacht zum Mittwoch, 11.11., zusätzlich Arbeit: Sie backen für den Lions-Club Tirschenreuth sage und schreibe knapp 8000 frische Krapfen.

Unter dem Motto "Lions Krapfenschmaus" wollen die Clubmitglieder die süßen Teilchen in den Morgenstunden an über 100 Abnehmer, darunter Firmen, Kindergärten, Kommunen, das Landratsamt und viele andere größere Betriebe, verteilen. Pro Stück sind 50 Cent für einen guten Zweck gedacht. Ein Krapfen wird für 1,50 Euro verkauft, bei größerer Nachfrage gibt es Mengenrabatt.

Die Benefizaktion schlug hohe Wellen, spätestens als Oberpfalz-Medien am Montag meldete, es könnten bis Dienstag Krapfen nachbestellt werden. "Die Telefone standen danach nicht mehr still", erzählt Pastpräsident Albert Saller, während er fürs Frühstück Krapfen am Lions-Club-Stand bei der Eisdiele "La Strada" abholt. Die Bäckerei Maschauer habe spontan reagiert und weitere 800 Krapfen gebacken.

Auslieferung ab 6 Uhr

Früh um 6 Uhr geht's los. Lions-Präsident Hans-Jürgen Jokiel, Distrikt-Governor Franz Göhl und etwa 20 Mitstreiter holen die Krapfenboxen ab, um sie im ganzen Landkreis auszuliefern. Einer der Abnehmer ist Jörg Kulzer, Geschäftsführer des Möbelhauses Gleißner. "Ich habe einen Brief bekommen, ob wir mitmachen. Ich war sofort begeistert", erzählt er. Der Chef bestellte 400 Krapfen für Kunden und Mitarbeiter. Die ersten 40 Krapfen seien an die Lagermitarbeiter gleich um 7 Uhr morgens rausgegangen, erzählt Kulzer.

Franz Göhl und Ludwig Reber fahren kurz vor 9 Uhr einen Wagen mit Krapfenboxen herein. Jörg Kulzers Aufgabe ist es nun, die süßen Teile einzutüten, mit Handschuhen, versteht sich. Kulzer überreicht das erste Tütchen an Jessica Lutterbach. Jessica freut sich "narrisch", zumal die Überraschung zum Faschingsbeginn vom Chef persönlich kommt.

"Die Leute, die kommen, sind alle sehr gut aufgelegt", erzählt Clubmitglied Johann Lemberger. Er ist mit Inge Göhl im Lions-Verkaufsstand auf dem Unteren Marktplatz eingeteilt. Bereits ab 8 Uhr laufe der Betrieb gut, schwärmt er. "Viele spenden mehr, sie legen zusätzlich was drauf." Währenddessen kommen im Minutentakt weitere Käufer vorbei. Ein junger Mann sichert sich gleich eine 24-Stück-Box zum Sonderpreis von 30 Euro. Er sei damit nicht der einzige Großabnehmer, jubelt Lemberger. Von welcher Behörde er kommt, verrät der Abholer nicht: "Das mag der Chef nicht", sagt er geheimnisvoll schmunzelnd.

"Helau" zum Krapfenfrühstück

Die Tirschenreutherin Anni Stich wartet gern ein Weilchen, um drei Tüten Krapfen für die Kinder und eine Freundin zu holen. Die werden, sagt sie, umgehend zum Frühstück verspeist. "Und wir werden kräftig dazu Helau rufen", lacht sie. Gut lachen hat auch Distrikt-Governor Franz Göhl, der den "Lions Krapfenschmaus" nach dem Beispiel befreundeter Clubs erstmals in die Kreisstadt holte. Göhl lehnt sich gegen 9.30 Uhr im "Hauptlager" der Lions, der Eisdiele "La Strada", zufrieden zurück und genießt bei einer Tasse Kaffee auch einen Krapfen. Göhls Freude gilt dem guten Zweck, denn einer größeren Spendenaktion trotz Corona steht nun nichts mehr im Wege. Wie es ausschaut, kommt heute jede Menge Geld zusammen.

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