20.07.2021 - 11:50 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

411. Monatswallfahrt: Gnade nicht aus den Augen verlieren

Traditionell gestaltet eine Abordnung des Männergesangvereins Tirschenreuth den Wallfahrtsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche. So auch bei der Monatswallfahrt im Juli.
von Konrad RosnerProfil

Gebet, Umkehr, Sühne standen im Mittelpunkt der 411. Monatswallfahrt in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Wallfahrtsanführer war am Monatsdreizehnten Pfarrer Dr. Christian Schulz aus Hahnbach, der Heimatpfarrei von Kaplan Daniel Fenk. Der Gottesdienst, gesanglich umrahmt vom Männergesangverein 1886 Tirschenreuth, fand in Erinnerung an den ehemaligen Stadtpfarrer Georg Maria Witt statt, der am 13. Juli seinen 91. Geburtstag hätte feiern können.

Zu Beginn des Gottesdienstes dankte Stadtpfarrer Georg Flierl dem Wallfahrtsanführer für sein Kommen, was bei der aktuellen Lage nicht ganz einfach sei. Schulz entgegnete: "Dies ist keine Belastung, sondern ein Ort der Erholung." Er freute sich, Tirschenreuth und die Stadtpfarrkirche nach einem Besuch bei Kaplan Daniel Fenk ein weiteres Mal zu sehen. In seiner Predigt ging Pfarrer Christian Schulz auf das Geheimnis von Fatima ein - im speziellen dem dritten Teil, der im Jahr 2000 präsentiert wurde. Die Grundbotschaft von Fatima sei Gebet, Umkehr und Sühne. Die Kirche sei nicht nur im vergangenen Jahrhundert, auch in der Gegenwart Bedrohungen ausgesetzt, sagte der Prediger. Es gebe viele verfolgte Christen auf der Welt, weil sie sich sichtbar zu Jesus Christus bekennten. "Das ist bittere Realität", so der Prediger. 2010 habe Papst Benedikt erklärt, dass die vielleicht größte Verfolgung der Kirche womöglich in der eigenen Mitte liege. Damit nahm er Bezug auf die Missbrauchsfälle. "Wie ist es denn mit dem Glauben bestellt, wenn man die Gnade aus dem Auge verliert?", fragte Schulz, ob die Bereitschaft zum Gebet, zur Vergebung noch präsent sei.

Die Kirche finde mit ihren Positionen immer weniger Gehör, man spüre eine Verunsicherung inmitten der Kirche - nicht nur bei den Gläubigen, auch bei den Verantwortlichen. "Beten wir um eine neue Freude am eigenen persönlichen Glauben, um Boten der Liebe und der Hoffnung zu sein", sagte Schulz.

Wallfahrtsanführer der 412. Wallfahrt am 13. August wird der Regens des Priesterseminars Regensburg, Martin Priller, sein.

Gut besucht war die 411. Monatswallfahrt in der Stadtpfarrkirche Tirschenreuth.
Die Kirche sei nicht nur im vergangenen Jahrhundert, auch in der Gegenwart Bedrohungen ausgesetzt, sagte Pfarrer Dr. Christian Schulz.
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