11.04.2021 - 09:20 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

216 Ostereier und ein 100 Jahre alter Hase

Auf sieben Vitrinen sind die Exponate von Sabine Heibl und Karla Krassnitzer für die Osterausstellung im Museumsquartier verteilt. Corona verhindert weiter einen Besuch, ein Rundgang ist dennoch möglich.

Die Ausstellung zeigt die gesamte Bandbreite an kreativem Osterschmuck: Einige der Eier sind auch mit Klöppeltechnik ummantelt.
von Ulla Britta BaumerProfil

Mit viel Liebe und sehr aufwendig haben die Mitarbeiterinnen des Museumsquartiers um Leiterin Stefanie Süß erst vor kurzem die traditionelle Osterausstellung in einem ihrer Ausstellungsräume aufgebaut. Immerhin sieben Vitrinen wurden mit Osterschmuck bestückt und ausführlich beschriftet.

Nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ hoffte das MQ-Team natürlich darauf, über die Osterferien endlich einmal wieder für die Bevölkerung, Interessierte oder Familien im Museum eine Ausstellung live zeigen zu können. Leider lässt es die aktuelle Corona-Lage aber weiterhin nicht zu, die Ausstellung vor Ort zu bestaunen. Deshalb bringt das MQ-Team die Ausstellung zu den Leuten. Im MQ wird es fast zur Routine, laufende Ausstellungen wenigstens virtuell anzubieten. Diesmal ist es die Ostereier-Ausstellung unter dem Titel „Ach, du buntes Ei“, die aufwendig fotografiert und sogar in 3 D-Optik ins Netz gestellt wurde. Zu sehen sind 216 Ostereier und ein 100 Jahre alter Osterhase.

Jedes Ei ein Unikat

Die wertvollen Exponate stammen zum Großteil aus der Sammlung von Sabine Heibl, die seit über 25 Jahren besondere Ostereier sucht, kauft und sammelt. Unter den virtuell präsentierten Eiern befinden sich zudem Ostereier-Malereien von Karla Krassnitzer aus Tirschenreuth, die als Rentnerin erst ihre Leidenschaft zum Bemalen von Eiern entdeckt hat. Jedes der schönen Eier und Exponate ist ein Unikat für sich.

Karla Krassnitzer hat im Rahmen ihrer Ausstellung in drei Vitrinen außerdem ein Schmankerl mitgebracht. In ihrem Osterdekorations-Fundus befinden sich ein Porzellanosterhase, der 100 Jahre alt ist. Das braune, klassisch gestaltete Häschen birgt ein Geheimnis. Sein Kopf ist abnehmbar, damit dient er als lustiges Versteck für Ostereier und Süßigkeiten.

Museumsleiterin Stefanie Süß berichtet von einer Besonderheit, die den Betrachtern über den Bildschirm eine anschauliche und umfangreichere Ansicht per Bildschirm ermöglicht. Seit einigen Tagen erfolgt täglich auf Facebook und der Homepage der Stadt Tirschenreuth ein neuer Beitrag über besagte Ausstellung, thematisch auf die einzelnen Vitrinen unterteilt. Weiter gibt es einen 360-Grad-Rundgang durch die Ausstellung sowie Kurzvideos mit Sammlerin Sabine Heibl, die besondere Eier und deren Entstehungsgeschichte vorstellt.

Noch bis 18. April

Das MQ-Team, schreibt Stefanie Süß, sei dankbar für die Unterstützung der Ausstellerinnen, die so flexibel waren und die Exponate zur Verfügung gestellt haben, obwohl das Museum geschlossen hat. Süß ist sehr froh, dass zumindest eine Online-Präsentation möglich ist. Das Team des Museumsquartiers möchte damit seinen Anteil beitragen, in der Stadt und unter den Einwohnern ein wenig Osterstimmung zu verbreiten. Die Osterausstellung „Ach, du buntes Ei“ kann bis 18. April auf der Homepage und der Facebook-Seite angeschaut werden.

Online-Präsentration:

Einige der Exponate sind sehr wertvoll.
Dieser 100 Jahre alte Osterhase ist Teil der aktuellen Ausstellung im Museumsquartier.
Unter anderem gibt es Ostereier zu sehen, die mit sehr viel Aufwand geschmückt wurden.
Ein besonders schmuckes Ei in der Holzdose.

 

 

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