25.07.2019 - 09:41 Uhr
Oberpfalz

Tipps zur digitalen Entgiftung

Müssen wir immer erreichbar und online sein? Das fragt sich die OWZ-Glücksexpertin und hat Tipps, wie wir wieder unabhängiger von den Smartphones werden.

Es ist nie zu spät für eine digitale Entgiftung. Der erste Schritt zur Besserung: Einfach mal das Smartphone ausschalten oder zu Hause lassen.
von Autor EWAProfil

"Pling, pling." Es geht schon am frühen Morgen los. Viele lassen sich von ihrem Smartphone wecken. Kaum wach, checken wir Nachrichten, Mails, die sozialen Netzwerke, um die neuesten Tweets und Posts nicht zu verpassen, informieren den virtuellen Freundeskreis über anstehende Events, überprüfen die Termine in der Kalender-App, schauen nebenbei ein witziges Katzen-Video an und lassen gleich noch unsere Gesundheit und Fitness digital vermessen.

"Pling, pling." Und schon wieder eine Nachricht. Natürlich bleibt das Smartphone auch den ganzen Tag an - und immer in Reichweite. Schließlich wollen und müssen wir doch heutzutage erreichbar sein, immer auf dem neuesten Stand, immer online.

Wirklich? Glücklich macht uns das nicht. Im Gegenteil: Wissenschaftler haben bewiesen, dass zu viel Zeit mit dem Mobiltelefon und ständige Erreichbarkeit krank machen. Ständig online zu sein, kann sogar zu einem "digitalen Burn-out" führen. Abgesehen davon, dass wir mit dem Handy in der Hand und den Augen auf dem Display gar nicht mehr dazu kommen, schöne Dinge zu genießen. Studien belegen: Der durchschnittliche Nutzer entsperrt sein Handy rund 80 Mal am Tag. Rechnet man mit einer Schlafenszeit von acht Stunden, schauen wir also alle zwölf Minuten auf unser Smartphone.

Die Folge: Wir kommen nicht mehr zur Ruhe, leiden an Konzentrationsmangel, Schlaflosigkeit und sogar Depressionen. Zeit, den Rückwärtsgang einzulegen. Hören wir doch endlich auf, unser Leben vom Smartphone bestimmen zu lassen und fangen wieder an, uns verstärkt analogen Freuden zuzuwenden. Es ist nicht zu spät für eine digitale Entgiftungskur.

Sie wollen sich nicht dauernd von Ihrem Handy stören lassen? Dann schalten Sie zunächst alle Push-Benachrichtigungen aus - und am besten das Smartphone auf lautlos. Wenn Sie ganz mutig sind, können Sie das Ding auch ganz einfach zu bestimmten Zeiten komplett ausschalten oder zu Hause lassen.

Benutzen Sie wieder den guten alten Wecker und eine Armbanduhr. Fragen Sie mal wieder Passanten nach dem Weg, statt sich von der Navigations-App leiten zu lassen. Entrümpeln Sie Ihr Smartphone und deinstallieren Sie die Apps, die Sie nicht wirklich brauchen. Schaffen Sie sich smartphonefreie Zonen wie etwa Esstisch, Badewanne oder Schlafzimmer.

"Pling, Pling." Haben Sie tatsächlich etwas gehört? Dann haben Sie sich das bestimmt nur eingebildet. Denn wie so manche Entgiftung braucht auch "Digital Detox" etwas Geduld.

Es kann durchaus sein, dass Sie anfangs zu Unruhe und Nervosität neigen, wenn Sie ohne Smartphone unterwegs sind. Oder sogar Phantom-Pling-Plings wahrnehmen. Doch bald fangen Sie an, sich wirklich zu entspannen. Herrlich, diese Ruhe, nicht wahr? (ewa)Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/ themen/gluecksrezept

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