13.07.2020 - 14:53 Uhr
ThansteinOberpfalz

Gemeinderat Thanstein gibt grünes Licht für Versetzung des Dorfstadls

Der Dorfstadl in Thanstein blickt einer neuen Zukunft entgegen: Er wird bei der Dorferneuerung abgetragen und in den Ortskern versetzt. Der Gemeinderat billigt die Pläne und stimmt dem Projekt zu.

Im Vorjahr hatten Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft Thanstein den Dorfstadl im Tradweg besichtigt. Der Gemeinderat hat nun grünes Licht gegeben, dass das Gebäue auf den Dorfplatz umziehen kann.
von Elfriede WeißProfil

Wie die Mitglieder des Gemeinderats Thanstein informiert wurden, wird der Stadl – bei einer 80-prozentigen Förderung im Programm „Innen statt Außen“ – versetzt und ausgebaut. Das Gebäude (Deinfelder-Stadl) soll im Zuge der Dorferneuerung vom jetzigen Standort abgetragen und auf dem Dorfplatz wieder aufgerichtet werden.

Wie die Ratsmitglieder bei der Begutachtung der Planunterlagen feststellten, wird der Stadl mit Holz verschlagen und erhält außerdem eine neue Dacheindeckung. Künftig soll das Anwesen der Gemeinde als Treffpunkt dienen. Vorgesehen ist der Einbau einer öffentlichen WC-Anlage. Für Wasser und Kanalisation ist lediglich ein Hausanschluss notwendig. Das Gremium erteilte dem Projekt seine Zustimmung.

Ein Bericht über das Konzept der Dorferneuerung in Thanstein

Thanstein

Das Förderverfahren zum Ausbau von gigabitfähigen Breitbandnetzen und interkommunaler Zusammenarbeit wurde ausgiebig besprochen und hat die Zustimmung der Räte erhalten. Mit der Bayerischen Gigabit-Richtlinie soll der Aufbau einer flächendeckenden gigabitfähigen Infrastruktur gewährleistet werden, die sonst im ländlichen Raum wegen geringer Wirtschaftlichkeit kaum zu leisten wäre. Mit Fördersätzen von 80 bis 90 Prozent unterstützt der Freistaat den Ausbau. Die Gemeinderäte beschlossen den Ausbau, um die "weißen Flecken" in der Breitband-Versorgung zu füllen, in Teilen sollen insbesondere Gewerbeanschlüsse beim Ausbau zum Zuge kommen.

Bei der Umsetzung soll für die beschlossene interkommunale Zusammenarbeit mit Dieterskirchen und Schwarzhofen eine Zweckvereinbarung getroffen werden. Die Firma IK-T, die bereits durch vorherige Maßnahmen den aktuellen Stand der örtlichen Breitbandversorgung kennt, soll für die Unterstützungsleistung das Förderverfahren auf den Weg bringen.

Eine Anfrage kam von Ratsmitglied Wolfgang Schwab, der den Maibaum gerne auf dem Dorfplatz neben dem künftigen Dorfstadel aufgestellt sehen würde. Bürgermeister Schauer wies auf die enge Fläche zum Aufstellen und auf eventuell entstehende Gefahren hin und meinte: „Lasst ihn da, wo er jetzt ist.“ Eine weitere Anregung Schwabs, eine Whatsapp-Gruppe für den Gemeinderat einzurichten, wurde aus Datenschutzgründen verworfen.

Bei seinen Informationen teilte der Bürgermeister mit, dass die Erwachsenenbildung (Volksbildungswerk/VHS) nun doch nicht der Landkreis übernimmt, da fünf Gemeinden damit nicht einverstanden waren. Große Probleme gebe es mit den Altkleidercontainern in Thanstein, die vor dem Recyclinghof aufgestellt sind. Laut einem Schreiben des Landratsamtes enthalten diese zu 80 Prozent Müll wie verdreckte Putzlappen und benutzte Windeln. Deshalb werden die Container in Zukunft innerhalb des Recyclinghofes aufgestellt, wo eine Überwachung möglich ist.

Für die neuen Gemeinderäte findet am 18. September in der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg ein Seminar statt. Für die Tragkraftspritze der Feuerwehr Kulz mit Gesamtkosten von 14 644 Euro ist eine Zuweisung vom Freistaat (4700 Euro) gekommen sowie von der Kulzer Feuerwehr ein Eigenanteil von 2000 Euro. Dafür bedankte sich der Bürgermeister.

Die Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung hatte die Tagesordnung der Sitzung im Gemeinschaftshaus in Kulz eröffnet. Bürgermeister Walter Schauer wurde bevollmächtigt, den Ingenieurvertrag mit dem Büro Blank&Partner aus Pfreimd zu unterzeichnen. Dabei geht es um die begleitende Beratung bei der Einfachen Dorferneuerung in Kiesenberg. Diese Leistungen können Privatleute bis zu fünf Stunden in Anspruch nehmen. Problemlos wurde der Bauvoranfrage für einen Bungalow im Ortsteil Ziegelhütte zugestimmt. Reine Formsache war die Kenntnisnahme für das Bauleitverfahren „Wohnanlage am Forstmeisterberg“ in Neunburg. Die Gemeinde wird dadurch nicht tangiert.

Immer wieder gibt Müllentsorgung in Altkleidercontainern Anlass zur Klage. In Thanstein werden die Behälter nun in den Recyclinghof versetzt, um sie im Blick zu haben.
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