17.10.2019 - 15:30 Uhr
ThansteinOberpfalz

Bildungsaufgabe an Landkreis übertragen

Eine neue Förderrichtlinie zwingt zur Neuausrichtung der Erwachsenenbildung. Mit einer Gesamtlösung für den Landkreis zeigen sich die Thansteiner Gemeinderäte im Grundsatz einverstanden.

von Christof FröhlichProfil

In der jüngsten Sitzung lag den Räten ein Schreiben von Landrat Thomas Ebeling vor. Er bat die Gemeinden, darüber zu beschließen, ob sie grundsätzlich bereit seien, ihre Aufgabe der Erwachsenenbildung an den Landkreis zu übertragen. Auslöser ist die Änderung der Förderrichtlinie, wonach nur mehr Einrichtungen gefördert werden, die mindestens 30 000 Teilnehmer-Doppelstunden aufweisen. Als Konsequenz sind die Volkshochschulen und Volksbildungswerke Neunburg, Oberviechtach-Schönsee, Nabburg, Nittenau und Städtedreieck zu Jahresbeginn eine Kooperation eingegangen.

Der Landkreis stellt nun die Frage, ob die Erwachsenenbildung im Sinne einer „Volkshochschule im Landkreis Schwandorf“ vereinheitlicht werden soll. In einer Dienstbesprechung im April hatten sich laut den Sitzungsunterlagen die Bürgermeister bereits zustimmend geäußert. Nun sind die Gemeinderäte am Zug, sich per Abstimmung pro oder kontra einer Landkreis-VHS auszusprechen. Sobald dem Landkreis genügend Anträge zur Übertragung der Erwachsenenbildung vorliegen, soll der Kreistag die finale Entscheidung treffen.

Der Landrats wies im Schreiben noch darauf hin, dass eine Gesamtlösung nicht ausschließe, dass die Gemeinden die Volksschularbeit auch weiterhin ideell und materiell unterstützen – „das ist ausdrücklich gewünscht und notwendig“. Denn Erwachsenenbildung müsse weiterhin als Gemeinschaftsaufgabe gesehen werden.

Die Gemeinderat bekannten schließlich mit 8:0 Stimmen, dass man grundsätzlich bereit sei, die Aufgabe der Erwachsenenbildung an den Landkreis zu übertragen. Bürgermeister Walter Schauer wurde damit beauftragt, Detailfragen mit dem Landratsamt zu klären. Doch bis die endgültigen Weichen gestellt ist, wird es noch dauern: Es sei „nicht mit einer kurzfristigen Umsetzung des Projekts zu rechnen“, heißt es im Schreiben des Landrats. Denn es seien noch komplexe Fragen hinsichtlich Finanzausstattung, Personal, Veranstaltungsräumen und der Ansprechpartner vor Ort zu klären.

Dass die Baukonjunktur in der Gemeinde nicht zurückgeht, erfreute Bürgermeister und Gemeinderäte. Ohne Gegenstimme erteilte das Gremium zwei Anträgen das O.k.: Einmal soll im Bereich der Gemarkung Weislitz ein Wohnhaus aufgestockt werden. Das andere private Vorhaben Bauantrag sieht die Neuerrichtung einer Dachgaube und den Ausbau des Dachgeschosses an einem Hausin der Gemarkung Kulz vor.

Zum Abschluss der Tagesordnung informierte Bürgermeister Walter Schauer noch über einen Beschluss, der nichtöffentlich gefallen war. Darin wurde die Eilentscheidung des Bürgermeisters, den Auftrag zur Lieferung der Kabelverbundleitung für den Vollausbau der Innerortsstraße „Am Berg“ in Kulz an die Firma Rehau zu vergeben, zur Kenntnis genommen und genehmigt.

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