19.07.2020 - 15:32 Uhr
TännesbergOberpfalz

Finanzierung der Kita-Erweiterung in Tännesberg kein Kinderspiel

Nach langer Prüfphase hat die bischöfliche Finanzkammer in Regensburg die geplante Generalsanierung und Erweiterung des Kinderhauses St. Martin abgesegnet. Das Projekt kostet 2,3 Millionen Euro.

Das Bestandsgebäude (hier weiß) wird durch einen Anbau erweitert.
von Rebekka FischerProfil

Die Marktgemeinde übernimmt mit 1,8 Millionen den größten Teil, durch Erreichen der vollen Förderung in Höhe von 1,23 Millionen verbleiben noch Kosten in Höhe von 634000 Euro. Der geringe verbleibende Betrag ist zu finanzieren und wird im Zuge der jährlichen Defizitabrechnung anteilig abgedeckt.

Der Bauträger, die katholische Kirchenstiftung Tännesberg mit Pfarrer Wilhelm Bauer als Verantwortlichem, trägt die weiteren Kosten. Davon entfallen 92600 Euro auf die Pfarrei und 304100 Euro auf die Diözese.

Kindergartenleiterin Manuela Hinkl erklärt, dass das Gebäude für zwei Gruppen zu klein ist. Vorschriften können unter diesen Voraussetzungen nicht eingehalten und der Betrieb nur mit einer Sondergenehmigung vom Jugendamt aufrecht erhalten werden. Es fehlen ein Schlafraum, ein Speiseraum und ein weiterer Gruppenraum.

Eine Gruppe wird derzeit im Turnraum betreut, somit ist auch für die Bewegungserziehung kein Platz mehr vorhanden, der Ausfall wird mit Schwimmunterricht ausgeglichen. Die Erweiterung soll Abhilfe schaffen.

Es soll eine altersgemischte Gruppe entstehen, die für Kinder im Alter von eins bis sechs geeignet ist. Das Modell hat gegenüber einer reinen Krippe den Vorteil, dass statt 12 Kindern 17 aufgenommen werden können. Das Konzept der Erweiterung schafft durch seine Flexibilität die Möglichkeit, dass die Kita bei ausreichend Bedarf in den nächsten Jahren auch zur reinen Krippe umfunktioniert werden kann.

Architekt Christian Schönberger betreut das Projekt. Der geplante Anbau wird in ökologischer Bauweise gefertigt und erhält ein Biodiversitäts-Gründach, ein gutes Energiekonzept rundet das Vorhaben ab. Nach der Fertigstellung erfolgt der Umzug in den Neubau, damit kann die Generalsanierung vom Bestandsgebäude beginnen. Die Baustellenzufahrt erfolgt über ein benachbartes Privatanwesen, möglich machte dies Eigentümer Reinhard Hollmann. Die Außenanlage wird von Landschaftsarchitekt Korbinian Schönberger gestaltet. Die neugestaltete Gartenanlage erhält sowohl einen Ruhe- als auch einen Aktivbereich und ermöglicht so eine vielfältige Nutzung.

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