11.10.2021 - 13:00 Uhr
TännesbergOberpfalz

Denkmalschutz der St.-Jodok-Kirche ausgezeichnet

Die Pflege der St.-Jodok-Kirche ist aufwendig. Das außergewöhnliche Engagement von der Verwaltung und weiteren Engagierten um den Denkmalschutz der Wallfahrtskirche wird nun vom Staatsministerium gewürdigt.

Dr. Walter Irlinger vom Bayerischen Staatsministerium (von rechts) verlieh im Beisein von Bürgermeister Ludwig Gürtler, Pfarrer Wilhelm Bauer, Architekt Hubert Liebl, Kirchenpfleger Hans Maier, Restaurator Dietmar Feldmann und Pfarrgemeinderätin Gerti Braun die Denkmalschutzmedaille für die St.-Jodok-Kirche.
von Redaktion ONETZProfil

Ein großer Tag für die St.-Jodok-Kirche und die Pfarrei Tännesberg. Im Auftrag des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Bernd Silber, verlieh Abteilungsleiter Walter Irlinger beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, die Medaille für besondere Verdienste um den Denkmalschutz.

In seiner Laudatio führte er aus, dass die Bedeutung der St.-Jodok-Kirche sich auch daran zeigt, dass während der Pest in Wien Wallfahrer nach Tännesberg pilgerten. Ihr mitgeführtes Kreuz ließen sie damals dort zurück. Der überregional bekannte St.-Jodok-Ritt, die zweitgrößte Pferde-Wallfahrt Bayerns, verdankt ihr ebenfalls seine Existenz. Seit dem Ende der Viehseuche in Jahr 1796 gehört der Ritt zur Tradition des Ortes.

Beständiges Wahrzeichen

Erstmals erwähnt wurde die St.-Jodok-Kirche 1550, errichtet aber schon früher. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört und danach, vermutlich um eine Fensterachse nach Westen erweitert, wiederaufgebaut. Seitdem steht sie beinahe unverändert an ihrem Ort. Der Kirchenraum wird geprägt durch den langgezogenen rechteckigen Grundriss des Langhauses sowie die Holzkassettendecke mit vergoldeten Rosetten und die reiche Barockausstattung mit vier Altären, Orgel und Kanzel.

Anlass für die aktuelle Renovierung waren altersbedingte Schäden am Dachtragwerk, am Mauerwerk, Anden Fenstern und der barocken Ausstattung. Nun ist das Mauerwerk trockengelegt, die Putzoberflächen und Anstriche auf Kalkbasis sowie die Naturschieferdeckung sind restauriert und die Ausstattung konserviert. Die Kirchenverwaltung St. Michael in Tännesberg ließ zudem die liturgischen Orte künstlerisch neu gestalten und positionieren. So wurde die sich kraftvoll präsentierende, barocke Wallfahrtskirche um neue Elemente von zurückhaltender Präsenz ergänzt: etwa um einen Volksaltar und Ambo.

Großer Einsatz

Die Kirchenverwaltung St. Michael hat durch das überdurchschnittliche Engagement sowie durch den Einsatz von Zeit und nicht unerheblichen Geldmitteln den Erhalt dieses Denkmals sichergestellt und ein prägendes Gebäude der Oberpfalz in seiner Art und Nutzung für künftige Generationen bewahrt.

Pfarrer Wilhelm Bauer hob besonders den unermüdlichen Einsatz von Kirchenpfleger Hans Maier hervor und freute sich über die gelungenen Arbeiten der Projektbeteiligten.

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