06.10.2021 - 08:58 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Wiederhören mit dem Steinway begeistert das Publikum in Sulzbach-Rosenberg

Lange haben die Sulzbach-Rosenberger Musikliebhaber auf den generalsanierten Steinway-Flügel warten müssen. Eins lässt sich nach seiner Konzertpremiere sagen: Er klingt hinreißend!

Die Pianistin Johanna Marie Hennig verzauberte die Zuhörer im ausverkauften VHS-Kammerkonzert mit dem brillanten Klang des generalsanierten Steinway- Flügels. Kongenial begleitet wurde sie von der Violinistin Constanze Schneider und Eckhard Kopetzki am Marimbafon.
von Autor GACProfil

Nach der Aufarbeitung in der Hamburger Werkstatt des Herstellers wurde der Flügel im vergangenen Herbst wieder in der Berufsschule aufgestellt (die Oberpfalz-Medien berichteten), aber erst jetzt gab es beim Eröffnungskonzert der 59. Reihe des Kammermusikkreises auch die erste Hörprobe vor Publikum. Unter dem Motto "Wieder beflügelt" brannten die Pianistin Johanna Marie Hennig, die Violinistin Constanze Schneider und der Schlagzeuger Eckhard Kopetzki - alle in Sulzbach-Rosenberg als Dozenten der Berufsfachschule für Musik bekannt - ein musikalisches Feuerwerk ab, das keine Wünsche offen ließ.

Im Mittelpunkt stand natürlich der Steinway-Flügel. Mit der "Sturmsonate" op. 31 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven und der Suite "Aus Holbergs Zeit" von Edvard Grieg hatte Hennig zwei virtuose Meisterwerke für Klavier solo im Programm. Sie spielte mit Emotionalität, beschleunigte hier und bremste dort, nutzte die Dynamik des Instruments voll aus und zeigte bewundernswerte Fingerfertigkeit.

Auch ein Konzertflügel kann allerdings nicht immer als Solo-Instrument glänzen. Dass der Steinway auch zur Begleitung taugt, bewiesen die Violinromanze Nr. 2 von Beethoven sowie Fritz Kreislers "Präludium und Allegro im Stile von Pugnani". Schneider spielte die schwierigen Stücke mit großer Musikalität und scheinbarer Leichtigkeit. Ihre Violine strahlte geradezu. Flügel und Geige waren bestens aufeinander abgestimmt.

Begonnen und beendet wurde das Konzert jeweils von Ensemblestücken für Piano, Violine und Marimba. Camille Saint-Saëns "Danse Macabre" war ein wundervoll farbiger und spannender Einstieg mit Kopetzkis fabelhafter Marimba-Partie, während Harry Breuers Ragtime "Bit o' Rhythm" den heiteren Abschluss bildete. "Sie dürfen tanzen - aber das wäre natürlich nicht Corona-konform", animierte Kopetzki das Publikum. Getanzt wurde nicht, aber viele Finger und Füße tappten im Saal.

Die Zuhörer konstatierten nach dem Konzert: Der Steinway klingt wieder phantastisch. In jeder Lautstärke und über den gesamten Tonumfang spielt er gleichmäßig und ohne jede Härte. Nach langem Beifall spielte Hennig als Zugabe noch Chopins impressionistische "Fantaisie Impromptu", bei der Pianistin und Instrument noch einmal ihre Klasse zeigen konnten.

Frischzellenkur für ein wertvolles Musikinstrument

Sulzbach-Rosenberg

 

 

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