24.10.2021 - 15:21 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

St.-Anna-Krankenhaus: Zusätzliches Klinikgebäude für die Intensivstation

Intensivstationen haben nicht zuletzt in der Corona-Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen. Am St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg steht dieser Klinikbereich durch einen Modul-Neubau weiter im Fokus.

Während einer Umbaupause wird die Intensivstation des St.-Anna-Krankenhauses in diese vorgefertigten Raummodule ausgelagert.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Seit dieser Woche wird am St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg ein neuer Gebäudeteil als dauerhafte Klinikerweiterung aufgebaut. Wie das Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises in einer Pressemitteilung informiert, entstehe dieses Bauwerk in kürzester Zeit, da die einzelnen Raummodule – 38 an der Zahl – bereits im Werk vorgefertigt worden seien und nun vor Ort zu einem Gesamtgebäude zusammengesetzt werden. Der imposante Kran für den Aufbau der Module sei bereits seit Montag von weitem über dem St.-Anna-Krankenhaus sichtbar, so die Klinik-Leitung.

Wie weiter mitgeteilt wird, werde der Erweiterungsbau nach Inbetriebnahme im 1. Obergeschoss zunächst die Intensivstation mit ihren zehn Betten aufnehmen. Diese Interimslösung sei notwendig, da im Bestand ab dem Jahr 2022 eine neue IMC-Station (Behandlung zwischen Intensiv- und Normalstation) und direkt daran anschließend eine neuer Intensivbereich im Neubau entstehe.

Mit Physiotherapie

Nach Angaben der Verantwortlichen sei im Erdgeschoss des neuen Modulgebäudes unter anderem eine erweiterte Physiotherapie-Abteilung inklusive großzügigem Trainingsbereich vorgesehen. Die Gesamtfläche des Gebäudes werde sich auf etwa 1400 Quadratmeter belaufen.

„Die Patientinnen und Patienten kommen sehr gerne in das St.-Anna-Krankenhaus. Sie fühlen sich hier wertgeschätzt, hochwertig behandelt und gut gepflegt. Für den Landkreis als Träger macht es deshalb einfach Sinn, an dieser Stelle weiter in eine sichere Zukunft zu investieren“, kommt Landrat Richard Reisinger in der Presseinformation zu Wort.

Der Aufbau des Gebäudes soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein. In den nächsten zwei bis drei Monaten erfolge die Fertigstellung des Innenausbaus sowie das Schließen der Fassaden. Eine Übergabe des Gebäudes könnte somit eventuell noch im laufenden Jahr, spätestens aber zum Ende Januar des neuen Jahres möglich sein, plant das Kommunalunternehmen.

Die Erweiterung des St.-Anna- Krankenhauses falle direkt in ein besonderes Jubiläumsjahr: Am 1. Juli 2021 habe sich der Tag der Grundsteinlegung bereits zum 40. Mal gejährt. „In den letzten Jahren wurde das Krankenhaus nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch und personell grundlegend modernisiert und steht nun für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung, auch mit einem spürbar erweiterten Einzugsgebiet. Es ist toll, dass es uns gelungen ist, unsere Patientinnen und Patienten dabei mitzunehmen und uns gewogen zu halten“, werden die Vorstände Roland Ganzmann und Thomas Baldauf in der Presseinfo zitiert.

Abbruch 2022

„Den Anspruch an uns selbst, bei allen notwendigen Veränderungen Kliniken mit Herz zu bleiben und trotz immer höherer – auch bürokratischer – Lasten stets auf die individuellen Bedürfnisse der uns anvertrauten Menschen einzugehen, wollen wir dabei nicht aufgeben“, steuert Ärztlicher Direktor Klaus Nester im Wortlaut bei.

Nahtlos gehe es im nächsten Schritt am St.-Anna-Krankenhaus mit Maßnahmen des zweiten Bauabschnitts weiter, insbesondere 2022 mit dem Abbruch des sogenannten Rucksackbaus und der Errichtung eines vergrößerten Neubaus an gleicher Stelle, ergänzt in der Aussendung Andreas Poeplau, verantwortlich für die Baumaßnahmen im Stab des Vorstands.

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„In den letzten Jahren wurde das Krankenhaus nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch und personell grundlegend modernisiert. “

Krankenhaus-Vorstände Roland Ganzmann und Thomas Baldauf

 

 

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