26.07.2021 - 15:21 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Seilbahn im Stadtpark Sulzbach-Rosenberg rückt in Reichweite

Zwei Spielplätze gibt es schon für Kinder im Sulzbach-Rosenberger Stadtpark. Jetzt soll ihr Angebot mit einer Seilbahn ausgebaut werden.

Nahe am Bach soll die neue Seilbahn den Spielplatz im Bürgerpark komplettieren.
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Schon mehrmals geisterte der Antrag durch Stadtratssitzungen und Ausschüsse, jetzt stand er zur Entscheidung an: Die SPD-Stadtratsfraktion wollte die beiden Spielplätze im Bürgerpark um eine Seilbahn ergänzen. Der Standort war bis dato ebenso noch unklar wie die Ausführung des Fallschutzes. Haushaltsmittel von 20 000 Euro für die Seilbahn mit Verlegung des Kunstrasens seien im Haushalt 2021 beantragt, so die Verwaltung. Derzeit würden entsprechende Angebote angefordert.

Die Lage der Seilbahn nahe am Bach wurde so ausgewählt, dass weiterhin ein ungehinderter Zugang von Kindern und Eltern zum bestehenden Kinderspielplatz möglich sei und kein „Durchgangsverkehr“ entstehe, der Gefahren bei der Nutzung der Seilbahn mit sich bringe. Weiterhin sei so noch eine Erweiterung mit weiteren Spielgeräten möglich.

Ein Problem galt es noch zu lösen, gaben die Planer zu bedenken: Im Bereich der Lauf- und Rutschbahn, etwa 1,5 Meter breit, entstehe nach kurzer Nutzungszeit eine unansehnliche „Laufstraße“, die bei ungünstigen Wetterbedingungen schnell matschig wird. Diese erfordere auch einen ständigen Bauunterhalt, da durch die Vertiefungen die Fallschutzhöhe überschritten wird. Daher seien laufend Ausbesserungsarbeiten notwendig. Um den Aufwand für den Bauhof möglichst gering zu halten, schlug das Baureferat eine Art Fallschutz aus einer Kunstrasenfläche vor. Diese sei im Gegensatz zum natürlichen Rasen hoch belastbar und bedürfe über die Nutzungsjahre hinweg kaum Pflege. Selbst bei Niederschlag und Minustemperaturen verliere der Kunstrasen seine Fallschutzeigenschaften nicht, sondern bleibe trocken und nutzbar. Daher sei die Seilbahn auch bei jedem Wetter bespielbar und kein ständiger Bauunterhalt des Bauhofs notwendig. Aus diesen Gründen würden auch immer öfter Fallschutzmatten unter Schaukeln, Federwipptieren, Karussells und an den Auslaufpunkten von Rutschen gelegt.

Diskutiert wurde auch die Möglichkeit einer Hackschnitzel-Polsterung, die jedoch auch Nachteile aufweise. Bettina Moser (SPD) regte aber eine Verlegung der Seilbahn an die Nordseite nahe der Brücke über den Bach an, um die große Wiese Richtung Bahnhof in Gänze zu erhalten. Darüber, ob der Kunstrasen nun rot oder grün sein soll, ob man es zuerst ganz ohne Fallschutz versuchen will und ob eine beschattete Sitzmöglichkeit dazukommt, wird sich nun der Bauausschuss Gedanken machen. Prinzipiell stand der Stadtrat dem Vorhaben aber aufgeschlossen gegenüber.

Matschanlage im Stadtrat durchaus umstritten

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