12.07.2021 - 13:54 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Schlammschlacht beim Rats-Runners-Hinderslauf

Knapp 250 Teilnehmer waren zum Start des Rats-Runners-Hinderslaufs nach Siebeneichen gekommen und mussten mit Wasser von unten und von oben kämpfen. Ein Heidenspaß!

von Heidi FranitzaProfil

Der Sulzbach-Rosenberger Schlackenberg kann mehr, als einfach nur dastehen. Zum Beispiel den Rats-Runners-Hindernislauf. Wegen Corona konnten die Teams nur in kleinen Gruppen starten. Zuerst ins kalte Wasser springen mussten die "Hardboys". Knapp 10 Kilometer galt es zu bezwingen. Zweimal durch den Parcours, leichter Anstieg zum Tafelberg und Hindernisse führten weiter zur "Oarzhüll". Berd Hüttig aus Weißenburg von den "Hardboys" nimmt seit rund sechs Jahren an solchen Veranstaltungen teil. Wasserdurchquerungen sind immer eine willkommene Challenge. „Wer gegen die Uhr läuft, freut sich über eine Erfrischung“, sagte er.

Wald, Schlamm und Gestank

Damit aber war der Rat-Runners-Hindernislauf noch nicht vorbei. Die anschließenden Waldetappen forderten die Teilnehmer. Der Boden war durchweicht, schlammig, stand stellenweise unter Wasser. Und genau an so einer Schlüsselstelle wurden die Läufer auf die Knie in den Kriechgang gezwungen. Saubere Bekleidung hatte spätestens jetzt niemand mehr. 100 Meter weiter musste dann über eine Seiltreppe geklettert werden: eine echte Herausforderung. Das anschließende Graben-Hindernis war nicht nur nass und schmutzig, sondern stank auch noch fürchterlich nach allem, was man nicht riechen will und seinen Mitmenschen niemals zumuten wollte. Damit hier niemand schummeln konnte, lag der Graben unter einem Tarnnetz, so dass alle Teilnehmer wirklich tief abtauchen mussten.

Ab in die Waschmaschine

Eine kleine Runde südlich der B 85 und wasserlose Hindernisse wie der Aufleger der Firma Donhauser, der Segelanhänger der Flugsportgruppe Su-Ro oder der Reifencontainer der Firma Lorenz ließ den Stinkeschlamm so richtig antrocknen. Das letzte Hindernis kurz vor dem Ziel hatte die Bezeichnung Waschmaschine. Es war ein Container der Firma Ulrich, umgebaut zum Planschbecken. Ein waagrechtes Absperrgitter sorgte für ein Wassererlebnis bis zum Hals.

Begleitet vom Beifall zahlreicher Zuschauer erreichten die Teilnehmer das Ziel. Dort wurde ihnen die begehrte Ehrenplakette überreicht. Der schnellste Läufer war Tom Burmann. Er kam nach 40 Minuten und 51 Sekunden ins Ziel.

In der Gruppe aus Sulzbach-Rosenberger Rats-Runners mit dem klingenden Namen Quanten-lingual-parallel-Aquarium waren auch viele Kinder und Jugendliche am Start. Sie hatten einerseits den größten Spaß an der Veranstaltung, hatten aber auch den Ehrgeiz, eine gute Zeit zu laufen und alle Hindernisse zu schaffen. Diese Gruppenwertung endete bei 1 Stunde 19 Minuten.

Der heftige Regenschauer gegen Mittag störte höchstens die Zuschauer, nicht aber die Läufer, die ja spätestens nach der "Oarzhüll" komplett durchnässt waren. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, nächstes Jahr starten zu wollen, der sollte sich den 22. Mai freihalten. Dann findet der zweite Rats-Runners-Hindernislauf in Sulzbach-Rosenberg statt.

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Amberg
Info:

Die "Mini-Rats" beim Rat-Runners-Hindernislauf

  • Der Rats-Runners-Hindernislauf ist eine Familienveranstaltung, bei der auch Kinder teilnehmen dürfen. In der Wertung Mini-Rats können sich Kinder und Jugendliche anmelden, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Beim Lauf in Sulzbach-Rosenberg starteten 17 Kinder in dieser Kategorie. Der Schnellste war Niklas Kohl mit einer Zeit von sagenhaften 53 Minuten und 15 Sekunden.
  • Der schnellste dieser Altersklasse aus der Sulzbach-Rosenberger Quantengruppe war Finn Thar mit einer Zeit von einer Stunde und sechs Minuten.

 

 

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