06.05.2021 - 16:35 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kommentar: Wegen Corona nicht die Nerven verlieren

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Wer Nachbarn und Mitbürger wegen Corona-Verstößen anzeigt, gilt schnell als Denunziant. Doch soweit sollten wir es gar nicht kommen lassen. Kurz vor Ende der Pandemie sind Großmut gefragt – und Nervenstärke, meint Tobias Gräf.

Die Polizei muss Hinweisen auf Corona-Verstößen nachgehen, auch wenn sie sich als unberechtigt herausstellen. Hier eine Streife in der fast menschenleeren Amberger Altstadt.
von Tobias Gräf Kontakt Profil
Kommentar

Dass nach 14 Monaten Pandemie mit all ihren Beschränkungen bei vielen die Nerven blank liegen, ist überaus verständlich. Wer dann beim Nachbarn ein abendliches Grill-Treffen mit mehreren Haushalten beobachtet, kann sich schon mal verleitet fühlen, anonym die Polizei zu informieren. Vielleicht lässt sich so unter dem Deckmantel gesundheitlicher Fürsorge gleich noch eine offenstehende Rechnung begleichen, mögen manche denken.

Doch auch wenn Denunzieren unter Nachbarn in Sulzbach-Rosenberg der Polizei zufolge nicht gang und gäbe ist: Die Beamten selbst sind in solchen Fällen automatisch der Buhmann. Gerade, wenn sich am Schluss alles als Missverständnis herausstellen sollte. Besser als gleich die Polizei zu informieren, ist in den meisten Fällen wohl immer, zunächst ein kurzes Gespräch mit dem Nachbarn zu führen. Auch, wenn die Nerven blank liegen – verlieren sollten wir sie auf den letzten Metern nicht: Durch die Fortschritte beim Impfen ist schließlich ein Ende der Pandemie in Sicht.

Illegale Partys der Polizei melden ist kein Denunziantentum, sagt die Polizei

Sulzbach-Rosenberg

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