08.10.2020 - 15:50 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Hunde jetzt brauchbare Helfer für die Jagd

Die Brauchbarkeitsprüfung der Jagdverbands-Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg für gelehrige Hunde hielt viele Anforderungen bereit - sie wurden alle bestens gemeistert.

Die teilnehmenden Hundeführer mit ihren vierbeinigen Begleitern, den Richtern und den Gästen vor der Brauchbarkeitsprüfung.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

In vielen Disziplinen bewährten sich die vierbeinigen Helfer bei der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde. Die Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg im Bayerischen Landesjagdverband organisierte diese "Gesellenprüfung": Die Hunde müssen suchen, apportieren, schwimmen und mehr.

Dem Gesellenstück "Brauchbarkeitsprüfung" ging ein Abrichte-Lehrgang voran, den auch ein "Zivil-Hund" (Mischling Sam mit Leokadia Schwab) mit der Gehorsamsprüfung abschloss. Für die fünf Jagdhunde ging es dann noch ein Vierteljahr weiter bis in den Herbst hinein - schließlich sollten sie zum unentbehrlichen Helfer des jeweiligen Jägers ausgebildet werden.

Prüfungsleiter Winfried Sauerländer begrüßte in Fichtenhof BJV-Kreisgruppenvorsitzenden Stefan Frank und dankte dem Forstbetrieb Schnaittenbach sowie den Jagdpächtern Thomas Ulrich und Matthias Ernst für die Bereitstellung des Prüfungsgebietes. Stefan Frank wies auf die Notwendigkeit von brauchbaren Hunden bei der Jagdausübung hin und resümierte, dass der Kurs coronabedingt erst im Juni hatte starten können.

Vielerlei Aufgaben

Mit Richterobmann Karl Loos prüften Christa Berberich und Hermann Engelhard, als Wildträger half Kenny Reed. Geprüft wurden die Hunde für die Anforderungen in allen Revieren oder auch nur für reine Schalenwild-Reviere.

Die Nachsuche auf angeschossenes Wild simulierte eine Übernacht-Schweißfährte im Staatsforst, der Hund musste der Spur durch den Wald 400 Meter und zwei Haken weit folgen, bis er das tote Reh gefunden und ordnungsgemäß seinem Herrn "verwiesen" hatte.

Eine Haarwildschleppe im Wald über 300 Meter meisterten die Hunde bravourös und apportierten das Kaninchen ebenso reibungslos wie die Ente, die nach 150 Metern auf der Wiese am Schluss der Federwildstrecke lag. Als letzten Punkt mussten einige Hunde an einem Weiher ihre Wassertauglichkeit unter Beweis stellen: Die tote Ente wurde in hohem Bogen über den Schilfgürtel in einen Weiher geworfen und war trotz Schrotschuss-Krachens selbstständig vom Hund zu finden und zu apportieren.

Als Kandidaten stellten sich die Brandlbracken Hunter vom Loigistal mit Hundeführer Wolfgang Ziegler und Hera vom Loigistal mit Julian Sauter, dann die Kleinen Münsterländer Nixa od Pstruziricky mit Bernd Fischer und Sepp Jasko vom Wildbach mit Kurt Tausendpfund sowie der Deutsche Wachtel Spencer vom Schnepfenbusch (Winfried Sauerländer).

Urkunde für alle Teilnehmer

Alle kamen durch. Mit dem Bestehen dieser offiziellen Prüfung, so Kursleiter Winfried Sauerländer am Ende, seien die Hunde auch vor dem Gesetz als brauchbar eingestuft. Die Vorschriften besagten ganz klar, dass zur Such-, Drück-, Riegel- und Treibjagd sowie natürlich zur Wasserjagd "brauchbare Hunde in genügender Anzahl mitgeführt und zur Nachsuche verwendet werden müssen".

Sauerländer konnte am Ende an alle Hundeführer die begehrte Urkunde aushändigen - ihre Vierbeiner hatten prüfungstechnisch ganze Arbeit geleistet.

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