22.11.2019 - 11:28 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Hilfe für Gnadenhof: Kranke und misshandelte Papageien finden neues Zuhause

Vor neun Monaten haben 80 Papageien und Vögel samt ihrer zwei Besitzer ein neues Zuhause gesucht. Nun haben sie ein passendes Objekt in Sulzbach-Rosenberg gefunden. Doch bevor sie einziehen können, steht noch jede Menge Arbeit an.

Auch Prachtrosellas und Halsbandsittiche wohnen auf dem Gnadenhof.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

"Das Grundstück ist perfekt. Besser hätten wir es uns nicht vorstellen können", sagt Terrel Jackson mit einem Lächeln im Gesicht. Mehr als ein halbes Jahr haben seine Mutter Ulrike und er nach einem neuen Zuhause für ihren Papageien-Gnadenhof gesucht. Immer mit dem Druck des Vermieters im Nacken - denn der hat ihr altes Haus verkauft. Dort hatten sie in den vergangenen zwölf Jahren ein Paradies für misshandelte Vögel und Papageien geschaffen. Auch Oberpfalz-Medien berichtete im Februar über die Notlage des Gnadenhofs.

Anstrengende Wochen liegen hinter ihnen: Ulrike Jackson und Sohn Terrel musste lange um die Zukunft ihres Gnadenhofes bangen. Nun freuen sie sich über das neue Grundstück.
Sulzbach-Rosenberg

Ein kleines Bauernhaus, eine Scheune und viel Platz für die Vögel - so hatten es sich die Jacksons immer gewünscht. Nun ist ihr Traum wahr geworden. In der Nähe des Rosenbachs haben sie den Zuschlag für ein rund 2300 Quadratmeter großes Grundstück erhalten. Durch Zufall waren sie im Internet auf die Anzeige gestoßen. Nachdem auch die Bank einverstanden war, können die tierlieben Sulzbach-Rosenberger endlich aufatmen.

Noch jede Menge Arbeit

Neues Zuhause für den Papageien-Gnadenhof. Doch bis die 120 tierischen Bewohner und die Jacksons einziehen können, gibt es noch viel zu tun.

Mittlerweile ist die Vogelfamilie von 80 auf rund 120 tierische Bewohner angewachsen. Darunter befinden sich viele Exoten, wie Aras, Kakadus und Graupapageien. Doch bevor die Bande ihr neues Zuhause beziehen kann, gibt es noch viel zu tun. "Wir versuchen im Moment die Substanz vom Haus zu retten, damit es über den Winter nicht schlechter wird", erklärt Terrel. In den vergangenen Wochen sind die Gerätschaften auf dem Grundstück in der Pulvermühle immer größer geworden. Vom Verputzen der Fassade bis zum Bäume fällen haben die Jacksons im Moment viel zu tun.

Vor dem Winter gibt es noch viel zu tun. Doch auf der Baustelle geht es voran: Die Außenwände erstrahlen bereits in neuem Putz.

"Aber das wichtigste sind die Volieren für die Vögel", sagt der Tierliebhaber. Die alte Scheune hinter dem Haus soll zu einem Innengehege mit direktem Zugang zur großen Außenvoliere umgebaut werden. Dabei freut sich der Gnadenhof über jede Unterstützung: Vor allem Holzbaustoffe wie Bretter und Balken, Gitter oder Zäune könnte die Papageien-Auffangstation gebrauchen. Auch für verwittertes oder gebrauchtes Holz hätten die Jacksons Verwendung. Wer etwas abzugeben hat, kann gerne mit dem Gnadenhof unter Telefon 0174/3051584 (oder auf Facebook www.facebook.com/PGJRosenberg/) Kontakt aufnehmen.

Umzug im kommenden Jahr

Viele Tiere haben schlimme Schicksale hinter sich, Ulrike Jackson holt sie mit ihrer Pflege zurück ins Leben.

Der Umzug auf das neue Grundstück ist für Juni kommenden Jahres geplant. Nur mit der Hilfe von Freunden und Bekannten werden sie die Vögel dann umsiedeln können. Übergangsweise wollen die Jacksons in das alte Bauernhaus einziehen, das bereits auf dem Grundstück steht und im Moment renoviert wird. Um dauerhaft dort zu wohnen, sind die Örtlichkeiten zu klein. Deshalb soll in Zukunft noch ein Holzhaus entstehen. "Aber das ist erst einmal Nebensache. Dass die Vögel ein schönes Zuhause haben, ist uns wichtiger", erklärt Vogelmama Ulrike.

Spendenkonto :

Ulrike und Terrel Jackson haben für ihre Schützlinge auch ein Spendenkonto eingerichtet.

Die Bankverbindung lautet: IBAN DE 10 7529 0000 0100 1065

Stichwort: Papageien-Gnadenhof

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