16.09.2018 - 14:56 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Forschung, die allen nützt

Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Umweltausschuss des Bundestags, besucht das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik. Eingeladen hatte der Grünen-Kreisverband

Lisa Badum (Zweite von rechts) im Gespräch mit Abteilungsleiter Fabian Stenzel (rechts) von Fraunhofer UMSICHT..

(exb) Prof. Matthias Franke, stellvertretender Institutsleiter und Fabian Stenzel, Abteilungsleiter Biologische Verfahrenstechnik, informierten beim Rundgang durch die Technika und Labore, wie das Institut durch Innovationen in der Verfahrens- und Anlagentechnik sowie der Kreislaufwirtschaft einen wertvollen Beitrag zur Energie- und Rohstoffwende leistet.

Da es der erste Besuch von Lisa Badum an einem Fraunhofer-Institut war, verdeutlichten sie auch die besondere Arbeitsweise von Fraunhofer, heißt es in einer Pressemitteilung. "Es geht um anwendungsorientierte Forschung mit dem Ziel, neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft in marktfähige Technologien, Produkte und Dienstleistungen umzusetzen", betonte Prof. Franke.

Die rund 100 Mitarbeiter am Standort Sulzbach-Rosenberg arbeiten an Prozessen und Anlagen zur Umwandlung von biogenen Reststoffen in werthaltige, speicherbare Produkte (zum Beispiel Bio-Kraftstoffe). Mit der am Institut entwickelten TCR-Technologie ist es beispielsweise möglich, aus biogenen Reststoffen wie Klärschlamm einen normgerechten, grünen Treibstoff herzustellen, der in modernen Motoren verwendet werden kann. In der Kreislaufwirtschaft wird mit der patentierten iCycle-Technologie Elektronikschrott wirtschaftlich und schadstofffrei aufbereitet, um Industrierohstoffe daraus zu gewinnen.

Angesichts knapper werdender natürlicher Ressourcen ein Ansatz, der in der Industrie auf großes Interesse stößt, heißt es. In der Abteilung biologische Verfahrenstechnik macht man derzeit Versuche mit Biokohle, um das Pflanzenwachstum zu verbessern. Lisa Badum zeigte sich beeindruckt. Sie hoffe, dadurch würde auch in Zukunft weniger Elektroschrott in den Entwicklungsländern landen.

Die Wissenschaftler von UMSICHT Sulzbach-Rosenberg sind mit ihrer Forschung weltweit im Einsatz. Sie entwickeln Abfallwirtschaftskonzepte für Kuwait, den Iran oder Tunesien und kooperieren mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in England, Italien, Indien und Kanada. Klimawandel und Ressourcenverknappung sind weltweite Probleme - in Sulzbach-Rosenberg werden Lösungsansätze entwickelt, die global nachgefragt werden.

Gaby Mutzbauer meinte dazu, dass die Stadt stolz darauf sein könne ein solch zukunftsweisendes Institut vor Ort zu haben.

 

 

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