28.08.2020 - 11:13 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bühnen-Rückkehr für Binser: "Wie Fußball nach einem Kreuzbandriss"

Nach einem halben Jahr Stillstand wird es höchste Zeit für ordentliches Lachmuskeltraining. Mit Musikkabarettist Helmut A. Binser begrüßt die Kulturwerkstatt zur Saisoneröffnung am 4. September einen echten Spezialisten auf diesem Gebiet.

Mit Musikkabarettist Helmut A. Binser startet die Kulturwerkstatt in die neue Veranstaltungssaison.
von Anke SchäferProfil

Statt März ist es also September geworden, statt im Seidel-Saal trifft man sich jetzt im Capitol, statt einer Vorstellung gibt es gleich zwei - Corona-Zeiten halt. Sogar ins Programm „Löwenzahn“ hat sich das allgegenwärtige Virus geschlichen, und der Ferrari-Fuhrpark ist sowieso bedroht, verrät Helmut A. Binser im Interview mit Oberpfalz-Medien.

ONETZ: Herr Binser, lässt sich die Freude, endlich wieder auf die Bühne zu dürfen, in Worte fassen?

Helmut A. Binser: Große Freude natürlich. Wie das erste Fussballspiel nach einem Kreuzbandriss.

ONETZ: Und wie ist es mit der Auftritts- und Programmroutine? Stellt sich das nach der Zwangspause automatisch wieder ein?

Helmut A. Binser: Ja, das ist wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht mehr. Ich hab ja im Juli schon drei Vorstellungen unter Auflagen gespielt. Nach zwei Minuten war wieder alles vertraut.

ONETZ: Sie sind hauptberuflicher Musikkabarettist: Haben Sie sich von den staatlichen Überbrückungsangeboten ausreichend unterstützt gefühlt?

Helmut A. Binser: Wenn es so weitergeht, muss ich einen von den Ferraris verkaufen.

ONETZ: Hat sich nach den letzten Wochen und Monaten jetzt die eine oder andere Corona-Episode mit ins neue Programm „Löwenzahn“ geschlichen oder bleibt das Kapitel bewusst außen vor?

Helmut A. Binser: Nein, man kann das Thema nicht ignorieren. Die Welt hat sich schon ein wenig verändert. Hier und da musste ich die Texte neu gestalten. Aber es wird keine Corona-Show. So wichtig ist der Virus nun auch wieder nicht.

ONETZ: In Sulzbach-Rosenberg treten Sie umständehalber zweimal hintereinander auf. Eine besondere Herausforderung für Sie als Künstler?

Helmut A. Binser: Nach diesem Sommer zu Hause bin ich jetzt total ausgeruht. An der Energie für die zwei Auftritte wird's mir nicht fehlen.

ONETZ: Trotz aller Anstrengungen bleibt beim Publikum ein Zögern spürbar. Können Sie Ihren Fans ein bisschen Mut machen?

Helmut A. Binser: Ja, ich kann die Angst verstehen. Aber wir achten auf die Abstände und halten die Regeln ein, denn die Gesundheit ist das Wichtigste. Wenn man dann noch viel zu lachen hat, lebt man gleich noch gesünder. Jeder Hausarzt hätte seine Freude.

Helmut A. Binser im Capitol:

Zur Veranstaltung

Für die Vorstellungen am Freitag, 4. September, um 18 und 20.30 Uhr gibt es noch wenige Restkarten im Kulturamt der Stadt. Eine Anmeldung ist für alle Teilnehmer notwendig unter 09661/ 510-110, -114,-180. Es gelten die üblichen Corona-Regelungen.

Kultur-Neustart unter Corona-Bedingungen

Sulzbach-Rosenberg

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