07.07.2021 - 10:59 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Leipfinger-Bader übernimmt Störnsteiner Lehmorange

Für das Unternehmen Lehmorange ist es ein großer Schritt. Die niederbayerischen Ziegelwerke Leipfinger-Bader übernehmen die Störnsteiner Firma .

Handschlag zur Übernahme: Lehmorange-Gründer Peter Gmeiner (links) und Thomas Bader, Geschäftsführer von Leipfinger-Bader (rechts).
von Siegfried BühnerProfil

Lehmorange-Unternehmensgründer Peter Gmeiner spricht von einem „Glücksgriff“ und einer „tollen Geschichte“. Ab sofort wird das von ihm vor elf Jahren gegründete und geleitete Unternehmen Lehmorange in Störnstein von den niederbayerischen Ziegelwerken Leipfinger-Bader übernommen.

In einer Pressemitteilung des Übernehmers heißt es dazu: „Damit erweitert Leipfinger-Bader sein Produktportfolio um nachhaltige und innovative Lösungen für den Innenausbau: Lehmorange wird als führende Lösung im Bereich der Lehminnenwände weiter positioniert.“ Zuletzt hatte Lehmorange die Produktion von Lehmbauplatten und anderen Lehmprodukten weitestgehend ausgelagert und sich hauptsächlich mit Entwicklungs- und Vertriebsarbeiten beschäftigt.

Nur noch drei Mitarbeiter waren dafür laut Gmeiner zusätzlich zur Geschäftsleitung erforderlich. Stolz ist Firmengründer Gmeiner auf die mit Hilfe des Förderprogramms Digitalbonus entwickelte Softwareprodukt „Virtuelle Welt“ und verweist auch auf andere innovative Entwicklungen seines Unternehmens. Mit Hilfe des Tools „Virtuelle Welt“ wird es möglich, komplette Bauprojekte mit den Produkten von Lehmorange virtuell zu planen und zu berechnen. Laut Gmeiner hat lehmorange sich auch an Forschungsvorhaben, unter anderem mit dem Fraunhofer-Institut beteiligt.

Rückblickend berichtet Gmeiner „der Kampf für unsere Produkte war steinig“. Doch in Anbetracht des wachsenden Umweltbewusstseins und zunehmender Allergien in der Bevölkerung sieht er enorme Wachstumsaussichten, gerade jetzt unter dem neuen Dach der Leipfinger-Bader GmbH. In der Unternehmensgruppe der GmbH sind an mehreren Standorten, unter anderem in Schönlind bei Amberg, gut 300 Mitarbeiter beschäftigt. „Lehm eignet sich als Naturprodukt, das chemisch nicht behandelt werden muss, besonders für den Innenausbau“, heißt es in der Mitteilung von Leipfinger-Bader. Wachsende Marktchancen für Lehmprodukte verspricht sich Bernhard Reger, Sprecher der Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader, auch deswegen, weil wegen der geplanten Einstellung von Kohlekraftwerken, der dort als Nebenprodukt entstehende künstliche Gips, nicht mehr zur Verfügung steht. Auch wird die Marke Lehmorange weiter bestehen bleiben.

Unternehmensgründer Gmeiner soll laut Pressemitteilung auch nach der Übernahme „als Produktexperte die Weiterentwicklung der nachhaltigen Lehminnenwandlösungen begleiten“. Schließlich handele es sich um Produkte mit einem sehr hohen Innovationsgrad, „an denen Lehmorange-Gründer Peter Gmeiner einen wesentlichen Anteil hat“.

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