05.07.2021 - 11:10 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Energiewende bringt Zeno-Mitgliedern bares Geld

Mit einer Dividende von 2,8 Prozent können die Anteilseigner der Bürger-Energiegenossenschaft Zeno rechnen. Neben jeder Menge Zahlen und Fakten für stand in der Versammlung ein Mann besonders im Mittelpunkt.

Boris Damzog (vorne, Mitte) stand neben Zahlen, Daten und Fakten im Blickpunkt. Er trat letztmals als Vorstand vor die Zeno-Mitgliederversammlung.
von Bernhard NeumannProfil

Zur Energiewende beitragen und gleichzeitig auf regionaler Ebene Gewinne ermöglichen: Es funktioniert ausgezeichnet, hält man sich das Beispiel von der Bürger-Energiegenossenschaft „ZukunftsenergieNordoberpfalz (Zeno) vor Augen.

47 der 291 Mitglieder kamen im Störnsteiner Gemeindezentrum zusammen . Sie gingen nach eineinhalb Stunden trotz der umfangreichen Tagesordnung zufrieden nach Hause. Mit Spannung erwartet wurde der von Vorstand und Aufsichtsrat auf den Tisch gelegte Vorschlag zur Ausschüttung des Überschusses aus dem zurückliegenden Jahr.

Das Plus belief sich auf mehr als 64.000 Euro. Knappe 13.000 fließen in die Rücklage und 1300 Euro werden als Vortrag bereits dem aktuellen Jahr gutgeschrieben. Bei den verbleibenden etwas mehr als 50.000 Euro errechnet sich eine Dividende in Höhe von 2,8 Prozent. Der Betrag wird entsprechend der 2,1 Millionen Euro Anteile verteilt.

Der Störnsteiner Altbürgermeister und Vorstand Boris Damzog präsentierte weitere wichtige Zahlen. Übrigens zum letzten Mal. Er trat nicht mehr zur Wahl an, bleibt aber mit seinem Wissen und seinem Erfahrungsschatz der Gemeinschaft über die angegliederte „Zeno Natur GmbH“ erhalten. Damzog ist ein Mann der ersten Stunde der vor knapp zehn Jahren aus der Taufe gehobenen Genossenschaft und wusste, wovon er am Mittwoch sprach.

Investiert wurden bislang knapp 1,6 Millionen Euro in eigene Photovoltaikanlagen. Hinzu kommen in der Bilanz ausgewiesene 655.000 Euro Beteiligungen an Fremdanlagen. Nicht so zufrieden wie mit der Einschätzung der Lage von Zeno zeigte sich Damzog mit der generellen Entwicklung der Energiewende: „Wir sind deutlich weiter und schneller als die Politik.“

Aufsichtsratsvorsitzender und Altbürgermeister Günter Stich aus Floß, würdigte zusammen mit dem weiteren Vorstand Reinhard Gayer die Leistungen von Damzog. Der habe zur Entwicklung von Zeno mit nicht hoch genug einzuschätzendem Engagement und mit Begeisterung wesentlich beigesteuert: „Freizeitopfer, ungezählte Termine und Gespräche oder auch das Fachwissen kamen unserer Genossenschaft extrem zugute.“

Wie es personell weitergeht, dazu stellten die Mitglieder und als Wahlleiter der Tännesberger Bürgermeister Ludwig Gürtler die Weichen. Dem Aufsichtsrat gehören an: Robert Lindner (Bürgermeister Floß), Thomas Meiler (Bürgermeister Flossenbürg), Waltraud Benner-Post (Altbürgermeisterin Leuchtenberg), Renate Landgraf, Bernhard Neumann, Werner Rom und Maximilian Völkl. Als Vorstände vertreten Reinhard Gayer und Günter Stich (Altbürgermeister Floß) die Genossenschaft.

Reinhard Gayer richtete den Blick in die Zukunft, als er Details zur Bioabfallvergärungsanlage auf dem Gelände der Deponie Kalkhäusl präsentierte. Derzeit laufe die von „Zeno Natur“ federführend betreute Genehmigungsplanung: „Der Probebetrieb soll im ersten Quartal 2023 starten, getragen von vier regionalen Energiegenossenschaften.“ Aus jährlich 30.000 Tonen Bioabfällen lassen sich rentabel Strom und Wärme gewinnen, beispielsweise auch aus Klärschlamm.

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