08.10.2020 - 11:50 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Speinshart nutzt Regionalbudget für Liegesofas

Regionalbudget, so heißt das Zauberwort für die zehn Kommunen im Vierstädtedreieck. Sie haben erkannt, dass mit Unterstützung des Freistaats vieles gemeinsam besser geht.

Beim Probeliegen zeigen sich Bürgermeister Albert Nickl (links) und Regionalmanagerin Annika Schreier (rechts) von der Bequemlichkeit des Liege-Sofas angenehm überrascht. Baudirektor Georg Braunreuther freut sich mit.
von Robert DotzauerProfil

Mittlerweile ist die Zusammenarbeit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Städte und Gemeinden im Vierstädtedreieck. Ein Hilfsmittel ist dabei die sogenannte Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE).

In der kommunalen Allianz der zehn Gemeinden im westlichen Teil des Landkreises Neustadt/WN ergeben sich dabei unterschiedliche Problemstellungen und Themenschwerpunkte. In dieser Situation hilft den Kommunen das vom Amt für Ländliche Entwicklung erarbeitete Regionalbudget zur Umsetzung von Kleinprojekten.

Die Gemeinde Speinshart nutzte das Programm, das mit insgesamt 100.000 Euro für das ILE-Gebiet ausgestattet ist, um ihren Erholungsfaktor aufzuwerten. „Unsere Wohlfühlgemeinde hat viele Wohlfühlplätze“, betonte Bürgermeister Albert Nickl selbstbewusst bei der Übergabe einer ersten „Wohlfühlliege“.

Neun weitere Liege-Sofas – allerdings nicht aus feinem Krokodil- oder Wildleder, sondern mit einer harten, wetterfesten Holzlattung bestückt – sollen folgen. Der Bürgermeister nannte als Standorte die Kinderspielplätze in den Ortsteilen und ergänzend die Plätze mit schönen Aus- oder Ansichten, wie zum Beispiel auf dem Barbaraberg, an der "Weinenden Mutter" und auf der Grünfläche des großen Klosterhofes zwischen dem Haus der Dorfkultur und der Klosterkirche.

Die Gesamtkosten des Projekts bezifferte er auf 15.000 Euro, 10.000 Euro gibt es als Zuschuss durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). „Eigentlich waren die Gelder zur Vorbereitung des großen Speinshart- und Klosterjubiläums gedacht“, verriet Nickl. Mit der Absage des Festes wegen der Corona-Pandemie habe sich der Gemeinderat dazu entschieden, die frei werdenden Mittel für die Naherholung einzusetzen und mit den Liege-Sofas das Wohlfühlambiente aufzuwerten.

Besonderen Dank zollte der Bürgermeister dem ALE, und damit verbunden der ILE-Gemeinschaft, für die Bereitschaft zur Bereitstellung der Mittel. Baudirektor Georg Braunreuther vom ALE in Tirschenreuth und ILE-Regionalmanagerin Annika Schreier waren es dann auch, die mit dem Bürgermeister demonstrativ das neue Liege-Sofa im Schatten der Klosterkirche testeten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Karl-Werner Schramm

Bürgermeister, Baudirektor und Regionalmanagerin verschlafen die Interessen der Kinder-
auf Spielplätzen haben die Bänke nichts zu suchen. Dort sind attraktive Spielgeräte gefragt!

Liegen und essen für Eltern statt Spielgeräte für Kinder in Münchsreuth und möglicherweise auch andernorts.
Die ersten Erwachsenen dachten in Münchsreuth bereits, sie könnten ohne Kinder dort ruhen und grillen.
Wo bleibt die Aufsicht der richtigen Personen in der Kommune und der Region und die Kommunikation mit den Eltern und Nachbarn?
Da sind auch u.a. die Jugendbeauftragten Andreas Herrmann und Jürgen Schäffler (Eschenbach Speinshart) als Gegengewicht zum Bauherrn gefragt, der offenbar keinen ordentlichen Kinderspielplatz nach DIN planen und umsetzen kann. Stattdessen wird Steuergeld für das Liegen und Essen der Erwachsenen verprasst, die ohnehin auf einem Kinderspielplatz nichts zu suchen haben und schon gar nicht in Begleitung von Kindern vormachen sollten, wie man sich kaum bewegt und sonst nur die Völlerei im Erwachsenenformat pflegt und mangels Alternativen Kinder so nicht zur Bewegung motivieren können.
K-W Schramm
Münchsreuth

10.10.2020