17.03.2020 - 14:21 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Mehr Licht für weniger Geld

Speinshart soll leuchten - nicht nur symbolisch. Deshalb beschließt der Gemeinderat die komplette Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Das führt längerfristig auch zu Einsparungen bei den Energiekosten.

von Robert DotzauerProfil

Fast 22 000 Euro nimmt der Gemeinderat in die Hand, um die Stromfresser unter den Straßenlampen auf eine Sparversion umzustellen. Nach Einführung der LED-Technik stehen schon seit längerem die Zeichen auf eine neue Beleuchtungsinfrastruktur. Dabei geht es der Kommune nicht nur darum, auf öffentlichen Straßen und Wegen nachts für ausreichend Helligkeit zu sorgen, sondern auch darum, eine umweltschonende, effiziente und langlebige Technik einzusetzen.

Bürgermeister und Räte setzen dabei auf ein ganz bestimmtes Modul. Die neuen Leuchten sparen bis zu 80 Prozent Strom, erläuterte Albert Nickl in der Sitzung des Gemeinderats. Geplant ist der Austausch von 34 Lampenköpfen überwiegend in den Ortsteilen Tremmersdorf und Höfen.

In weiteren 30 Straßenlampen, vor allem in der Gereon-Motyka-Siedlung und im Klosterhof, sollen die Glühbirnen ausgewechselt werden. Zudem kommt es in 34 sogenannten Langfeld-Beleuchtungskörpern in den Ortsteilen Münchsreuth, Seitenthal, Dobertshof und Haselhof zu einem Auswechseln der Glühbirnen.

Mit der Gesamtinvestition von rund 22 000 Euo vermeldete der Bürgermeister den Abschluss der Kompettumrüstung auf eine energiesparende Straßenbeleuchtung. Die Amortisationszeit beträgt je nach Lampen-Typ zwischen 2,6 und 6,7 Jahren. Das Gremium billigte die Umstellung einstimmig.

Der Bürgermeister gab in diesem Zusammenhang die Energiedaten der Gemeinde für 2019 bekannt. Albert Nickl bezog sich dabei auf Zahlen des Bayernwerks zur Einspeisung von regenerativem Strom. Für eine Privatanlage mit 450 Kilowatt installierter Leistung registrierte das Unternehmen eine Stromerzeugung von über 1,5 Millionen Kilowattstunden.

105 Photovoltaik-Anlagen erzeugten 6,25 Millionen Kilowattstunden Strom. Dieser Einspeisung steht bei 541 Abnehmern ein Stromverbrauch von 2,9 Millionen Kilowattstunden gegenüber. Aus den Zahlen des Bayernwerkes errechnete Albert Nickl für Speinshart eine fiktive Eigenversorgungsquote von 270 Prozent.

Bis auf ein Projekt herrschte im Gemeinderat Einvernehmen zu den Bauanträgen. Eine Genehmigung im sogenannten Freistellungsverfahren gab der Bürgermeister für die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses im Baugebiet "Krummacker" bekannt, weil die Festsetzungen des Bebauungsplanes voll inhaltlich eingehalten werden.

Der Bauantrag auf Errichtung eines Einfamilienwohnhauses im Baugebiet "Brandhut" in Zettlitz erfüllt zwar nicht alle Feststellungen des Bebauungsplanes. Aus Sicht der Gemeinde sei dieser aber zustimmungsfähig, befand Albert Nickl. Ein Genehmigungsverfahren sei aber unerlässlich. Im Gemeinderat gab es eine Gegenstimme. Den Anträgen auf den Bau eines Nebengebäudes als Ersatzbau in Haselbrunn sowie auf einen Dachgeschossausbau in Zettlitz stimmte das Gremium einstimmig zu.

Im Informationsteil berichtete der Bürgermeister über Baumschneidearbeiten. Auch mit Blick auf sicherheitsrelevante Aspekte habe eine Fachfirma 30 markante und ortsbildprägende Bäume fachmännisch ausgeschnitten. Die Kosten bezifferte Nickl auf zirka 8000 Euro.

Die Reparaturkosten für die Leichenhausglocke betragen circa 3000 Euro. Der Auftrag an eine Fachfirma sei vergeben, teilte der Bürgermeister mit. Er kündigte zudem Verschönungsarbeiten am Leichenhaus durch die Bauhofarbeiter an.

Beim Tagesordnungspunkt "Anfragen" erkundigte sich Barbara Müller nach der Ferienbetreuung auch für Grundschulkinder. Nickl verwies auf eine derzeit laufende Bedarfsermittlung bei den Eltern einschließlich der Elternschaft des Kindergartens. Nach der Auswertung der Ergebnisse werde man sich zusammensetzen, versprach er.

Einen Wunsch von Anliegern weitergebend, empfahl Holger Götz die Aufstellung eines Geschwindigkeitsmessgerätes in der Ortsdurchfahrt Zettlitz. Roland Lins schlug dem Gemeinderat vor, wenigstens einmal im Jahr im Kloster zu tagen. Diese Geste unterstreiche die Solidarität zwischen Abtei und Kommune.

Auf eine Nachfrage von Barbara Müller zur Pflege des Gemeindearchivs eingehend, hoffte der Bürgermeister auf ein ehrenamtliches Engagement von Bürgern. Für Anfragen und Angebot sei er offen. Die Personen müssten allerdings geeignet sein.

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