01.07.2020 - 15:52 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Verwaltungsgemeinschaft Neunburg stockt Personaldecke auf

Ohne Gegenstimme ist in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg ein Nachtragshaushalt für 2020 genehmigt worden. Nötig ist dies, weil zwei Mitarbeiter neu eingestellt werden und die Kommunalwahl teurer wurde.

von Adolf MandlProfil

Wegen der geltenden Abstandsregeln vollzog das Gremium einen Ortswechsel: Anstatt im Sitzungssaal des VG-Gebäudes, wurde in der Aula der Dr.-von-Ringseis-Grundschule getagt. Dort war entsprechend möbliert, so dass sich die Gemeinschaftsräte nicht zu nahe kamen.

Eingangs der Sitzung informierte Gemeinschaftsvorsitzender Walter Schauer (Bürgermeister in Thanstein) über einen Beschluss aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung. Dabei ging es um die Erstellung eines Informationssicherheits- und Datenschutzkonzepts. Die VG Neunburg wird dafür das Software-Bündelangebot „ISMS-Bundle“ der Firma Kommuna GmbH beschaffen. Dafür werden etwa 30 Gerätelizenzen benötigt. Der Gemeinschaftsvorsitzende wurde ermächtigt, die entsprechenden Unterlagen zu unterzeichnen.

Ehe über den Nachtragshaushalt abgestimmt, beleuchtete Walter Schauer dessen Notwendigkeit. Erforderlich werde er wegen Neueinstellungen und Mehrausgaben für die Kommunalwahl. Wie Schauer informierte, werden ab 1. Juli zwei neue Mitarbeiter eingestellt: einmal muss im Standesamt eine Mitarbeiterin wegen Mutterschaftsurlaub ersetzt werden, zum anderen wird ein neuer Mitarbeiter eingestellt für Aufgaben, die das Personal bisher „nebenher“ übernommen hatte. Die Nachtragshaushaltssatzung wurde durch das Gremium einstimmig gebilligt.

Kämmerin Martina Held erläuterte die Änderungen: Im Verwaltungshaushalt erhöhen sich die Einnahmen um 72 950 Euro, die Ausgaben vermindern sich um 99 250 Euro. Damit erhöhe sich der Gesamtbetrag des Haushalts von rund 1,05 Millionen Euro auf etwa 1,12 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt erhöhen sich die Einnahmen und Ausgaben um 50 000 Euro von bisher 75 800 Euro auf nunmehr 125 800 Euro. Die Verwaltungsumlage je Einwohner wird auf 211,45 Euro neu festgesetzt. Das Haushaltsvolumen 2020 beträgt nun insgesamt rund 1,25 Millionen Euro (bisher 1,12 Millionen Euro) – 1,12 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 125 800 Euro im Vermögenshaushalt.

Die Kämmerin stellte die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben genau vor, informierte über den Nachtrag und den Ansatz für 2020, ging auf den Ansatz des Vorjahres sowie das Ergebnis 2018 ein. Sie nannte als Einnahmen die Finanzzuweisung, die Verwaltungsumlage, Verwaltungsgebühren und Erstattungen. Bei Ausgaben schlagen vor allem Personalausgaben, Geräte und Ausrüstungen, Geschäftsausgaben und Zinsausgaben zu Buche. Der Vermögenshaushalt ändert sich deshalb, weil die Rücklagen-Entnahme von 20 000 auf 70 000 Euro erhöht werden musste. Der Rücklagenstand beläuft sich nun auf rund 78 936 Euro; die Mindestrücklage beträgt 9945 Euro.

Martina Held stellte dann auch die Ergebnisse der Haushaltsrechnung für das Jahr 2019 detailliert vor, sowohl für den Verwaltungs- als auch für den Vermögenshaushalt. Der Stand der Schulden zum Jahresende betrug 202 196 Euro, im Vorjahr 233 492 Euro. Gemeinschaftsvorsitzender Walter Schauer äußerte die Hoffnung, dass man bis zum Ende der Amtsperiode diese abbauen könne.

Schauer stellte auch die örtliche Rechnungsprüfung der VG Neunburg für 2019 vor. Nach der Durchsicht der Zahlen durch den Rechnungsprüfungsausschuss, konnte nun der Bericht vorgelegt und zur Kenntnis genommen worden. Einwendungen wurden nicht erhoben. Die Jahresrechnung wurde festgestellt, die Gemeinschaftsversammlung erteilte einstimmig die Entlastung für das Haushaltsjahr 2019.

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