28.07.2021 - 13:17 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Nichts verlernt: Das Comeback der Musikanten in Uckersdorf

Verlernt haben sie im Lockdown nichts: Bei der Neuauflage des Musikantentreffens in Uckersdorf wird gesungen und gespielt, als hätte es die Zwangspause in der Pandemie nie gegeben.

von Adolf MandlProfil

Wieder einmal ging es am Samstagabend im Gasthaus Wilholm ("Kreuzwirt") in Uckersdorf hoch her. Zuletzt hatte es 2019 ein Musikantentreffen gegeben, und bei der Neuauflage durfte sich Gastgeber Michael Wilholm über den Besuch von zahlreichen Musik-Interessierten aus der Region freuen. Nach dem langen "Pianissimo", bedingt durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen, hatte er schon erwartet, dass der Zuspruch beim Comeback der Musiker entsprechend ausfallen würde.

Und an diesem sommerlich lauen Abend war die Terrasse vollbesetzt, und auch die Gaststube war gut besucht. Die angereisten Musiker hatten große Spielfreude mitgebracht. Es zeigte sich, dass der gute Ruf des Treffens erhalten geblieben ist. Das Einzugsgebiet der Musikanten erstreckte sich auf die gesamte Oberpfalz – von Flossenbürg im Norden über die Mitte der Region bis aus dem Raum Regensburg. Sie spielten teilweise allein, aber auch in verschiedenen Besetzungen zusammen.

Moderator Wolfgang Butz („Ziach-Wolfe“) aus Inzelsdorf spielte Akkordeon und sang auch dazu. Er hatte diesmal befreundete Musiker aus dem mittelfränkischen Wendelstein mitgebracht – Günter und Sebastian Heinrich (Vater und Sohn), die auf Kontrabass und Schlagzeug ihr Können zeigten. Aktiv mit dabei waren auch Eugen Eberhard (Flossenbürg) mit Gitarre und Gesang sowie Eugen Seebauer (Gitarre), Hans Merkl (Akkordeon), Fritz Ring (Steirische) und Bruno Hartwich (Akkordeon).

Beim Ensemble "Pfiffige Knöpf" wurden Kontrabass, Steirische und Gitarre gespielt. Auch das Gitarrenduo Winter sowie Monika Weininger und Michael Weiß (Zither und Akkordeon) trafen den Geschmack des Publikums. Außerdem traten Rainer Hölzl (Akkordeon), Günther Stangl (Steirische), Bianca Knogl (Steirische), Andreas Graf (Steirische), Manuel Knott (Steirische), Simon Bannert, Daniel Scheuerer und das "Trio Merlin" auf. Auch Georg Süß aus Rottendorf ("Löffl-Girgl") mischte mit.

Im Verlauf des Abends bildeten sich auch neue Gruppen heraus, die teilweise fast deckungsgleich. So spielten die fünfköpfigen "Boarischen Oberkrainer" später als "Oberpfälzer Krainer". Neu war ein Trio junger Musiker ohne Namen, die spontan zum Auftritt aus dem Süden der Region gekommen waren und teils Musik in Profi-Qualität zu Gehör brachten. Bei so einer Fülle verlor auch Moderator Butz zuweilen den Überblick.

Die Gäste bekamen überwiegend nostalgische Lieder unter dem Hauptmotto "Lang, lang ist's her" zu hören. Die Gesänge und Melodien kündeten von Jägern, Räubern, Soldaten, von der Heimat, der Jugend und von Liebesfreud und Liebesleid. So waren unter anderem „Zwei rehbraune Augen“ und „Es war im Böhmerwald“ zu hören. Im Publikum kannten viele den Text auswendig und konnten mitsingen.

Etliche Stunden zog sich der musikalische Abend hin. Zum Dank für ihr Engagement bekamen die Musikanten durch die Wirtsleute als "Gage" eine Maß und eine Brotzeit serviert. Wegen des Erfolgs der klangvollen Neuauflage ist eine Wiederholung der Veranstaltung fest eingeplant.

Im Podcast "Mein Soundtrack" stellen Oberpfalz-Medien Menschen und ihre Musikleidenschaften vor

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