09.07.2020 - 14:43 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Wieder freie Fahrt auf der Kreisstraße bei Schwarzhofen

Im Mai des vergangenen Jahres war Baubeginn, nun kann der Verkehr auf der Kreisstraße SAD 40 zwischen Lengfeld und Schwarzhofen wieder rollen. 2,3 Millionen Euro hat der Landkreis dafür investiert.

Die Kreisstraße SAD 40 wurde bestandsorientiert ausgebaut und bleibt bei Geratshofen kurvenreich.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Wird die neu ausgebaute Kreisstraße SAD 40 zur Rennstrecke? „Ich hoffe nicht“, sagte Schwarzhofens Bürgermeister Maximilian Beer bei der offiziellen Übergabe des 2,3 Kilometer langen Teilstücks von der Staatsstraße 2151 bei Lengfeld herüber zur SAD 37 bei Schwarzhofen. Er appellierte an die Vernunft der Autofahrer und empfahl das Aufstellen von Warnschildern.

Die kurvenreiche Strecke ist jetzt gut ausgebaut und animiert vor allem bei Geratshofen zu einem flotten Fahrstil. Davon konnten sich Landrat, Bürgermeister, Kreisräte und Firmenvertreter am Mittwoch bei der Freigabe ein Bild machen. Thomas Ebeling bewunderte „die tolle neue Straße“, in deren Ausbau der Landkreis 2,3 Millionen Euro investierte. Die Hälfte davon zahlte der Freistaat.

Die Trasse verteilt sich auf die Gemeindegebiete von Schwarzhofen und Neunburg. Die beiden Bürgermeister Maximilian Beer und Martin Birner erinnerten an die Hürden beim Ausbau der Straße. Die Planer mussten mit 24 verschiedenen Grundstückseigentümern verhandeln und zwei Wasserrückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von 530 Kubikmeter abseits der Straße anlegen. Die Bauarbeiter hatten zudem mit felsigem Untergrund zu kämpfen.

Im Mai 2019 fand der Spatenstich für den Ausbau der Kreissstraße SAD 40 statt

Schwarzhofen

„Wir sind stolz auf das Gesamtwerk“, freute sich der technische Angestellte des Landratsamtes, Martin Ruider, bei der Übergabe. Dem Baubeginn im Mai 2019 sei eine zweijährige Vorlaufzeit vorausgegangen. Sein Dank galt der Baufirma Rappl aus Rötz für den zügigen Ausbau. Die Maßnahme sei drei Monate vor der ursprünglich gesetzten Frist fertig geworden, so Ruider. Die Breite beträgt auf den Geraden sechs und in den Kurven 6,5 Meter. Die ursprüngliche Straße aus den 1960er Jahren war nur fünf Meter breit.

„Es handelt sich hier um einen bestandsorientierten Ausbau“, erklärte der Bauleiter der Firma Rappl, Robert Niesner. Das bedeutet, dass die Straße bei einer Vollsperrung auf der bestehenden Trasse erweitert wurde. Die Bauarbeiter sicherten auch zwei Flurdenkmäler am Weg und versetzten sie an einen neuen Standort am Rande der Straße im Gemeindeteil Geratshofen.

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