16.12.2020 - 11:45 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Finale beim Sanierungsgroßprojekt in Schwarzhofen

Der "Murks hoch drei", wie es Bürgermeister Maximilian Beer genannt hat, ist behoben. Die Sanierungsarbeiten an Straße, Wasserleitung und Kanal im Krimlinger Weg und der Bodenäckerstraße in Schwarzhofen haben das Zielband erreicht.

Bei der Bauabnahme galt ein Blick auch den Kanalschächten. In der Bodenäckerstraße und im Krimlinger Weg begutachteten (von links) Bürgermeister Maximilian, Johannes Brunner (Nord-Ost-Gruppe), Mathias Vogl (Firma Seebauer), Anton Köppl (Bauhof) und Projektleiter Martin Dunst (rechts) die Ausführung der Arbeiten.
von Adolf MandlProfil

Seine Freude über eine sehr gelungene Baumaßnahme in der sogenannten "Banditensiedlung" brachte Bürgermeister Maximilian Beer am Dienstag beim offiziellen Abnahmetermin zum Ausdruck. Nach Abschluss des Großprojekts im Bereich Bodenäckerstraße/Krimlinger Weg hieß Beer dazu Projektleiter Martin Dunst (Ingenieurbüro Weiß), Baufirmen-Chef Helmut Seebauer junior und seinen Bauleiter Mathias Vogl, Johannes Brunner vom Wasserversorger Nord-Ost-Gruppe sowie Marktrat und Bauhof-Vorarbeiter Anton Köppl willkommen. Dem Bürgermeister war es ein Anliegen, allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit zu danken. Ein Sonderlob spendete er der Firma Firma Seebauer für die sehr gute Ausführung der Arbeiten.

Beer dachte aber auch an die Anlieger, die einiges an Unannehmlichkeiten während der Bauzeit zu ertragen hatten, und dankte für ihre Geduld. Namentlich erwähnte der Bürgermeister Ludwig Bruckmayer, der die Einrichtung eines „Notwegs“ über sein Grundstück ermöglichte, sowie Johann Meier junior, der Flächen für das Baulager und einen Behelfsparkplatz für die Anwohner zur Verfügung stellte. Auch Projektleiter und Bauleiter stellten die gute Zusammenarbeit heraus und dankten den Anliegern für ihr Verständnis.

Bericht über den Zwischenstand auf der Großbaustelle

Schwarzhofen

Im Anschluss rief der Bürgermeister die lange Geschichte des Vorhabens ins Gedächtnis. Im Jahr 2017, nachdem eine Kanalbefahrung unzählige Schäden ans Tageslicht gebracht hatte, hatte der Marktrat am 23. Oktober den Beschluss für einen Vollausbau gefasst. Nach ersten Abstimmungsgesprächen erteilten die Markträte am 27. November den Auftrag für Planung und Baubegleitung an das Ingenieurbüro Weiß, zwei Tage später folgte eine Info-Veranstaltung für die Anwohner.

Im Verlauf der Jahre 2018 und '19 wurden die Planungen und Ausschreibungsunterlagen erstellt sowie Förderanträge für Kanalmaßnahmen (Markt) und Wasserleitungsbau (Nord-Ost-Gruppe) gestellt. Der Marktrat musste im April und August 2019 zweimal Beschlüsse fassen zur Aufhebung der ersten und zweiten Ausschreibung. Der Zuwendungsbescheid des Wasserwirtschaftsamtes Weiden ging am 14. November 2019 ein.

Am 9. März 2020 vergab der Marktrat den Auftrag an die Baufirma Seebauer. Eine geplante Veranstaltung für Anwohner und Grundstücksbesitzer musste im April wegen Corona abgesagt werden, dafür erhielten sie im Mai ein Schreiben mit allen Infos. Am 17. Juni konnte aber ein Ortstermin mit den Anwohnern stattfinden.

Anfang Juli schließlich begannen mit dem ersten Bauabschnitt die Arbeiten im Krimlinger weg, ab Oktober rollten in der Bodenäckerstraße die Bagger. Es gab viel zu tun: Der 375 Meter lange Kanal, die 315 Meter lange Wasserleitung sowie die Anschlüsse zu 18 Anwesen wiesen zahlreiche Schäden auf und mussten erneuert werden. Für die neuen Straßen werden unter anderem 2100 Quadratmeter Asphalt und 1000 Kubikmeter Frostschutzschicht verbaut. Letzte Aufgabe wird das Aufbringen der Deckschicht. Nachdem es beim geplanten Termin zu kalt war, wird dies im neuen Jahr erledigt – nach der Winterpause der Baufirma.

Die Gesamtkosten für das Projekt wurden auf 825 000 Euro beziffert. Davon entfielen auf den Straßenbau 260 000 Euro, auf die Abwasseranlage 370 000 Euro, auf die Wasserversorgung 170 000 Euro und auf den Kabelbau 25 000 Euro. Für die Abwasser- und Wasser-Maßnahmen sind Förderungen zugesagt, für den Kanal seien bislang 172 000 Euro ausbezahlt. Bei einer abschließenden Begehung überzeugte man sich von der fachgemäßen Ausführung der Arbeiten.

Hintergrund:

Überblick über das Bauprojekt

  • Straßenbau: 2100 Quadratmeter Asphaltausbau, 1000 Kubikmeter Erdaushub, 350 Meter Sickerleitungen, 1000 Kubikmeter Frostschutzschicht, 14 Straßenabläufe, 840 Meter Granitzeiler, 380 Meter Granitbord, 280 Quadratmeter Betonpflaster, 1750 Quadratmeter bituminöse Tragschicht, 1750 Quadratmeter Asphaltdeckschicht.
  • Abwasseranlage: 1200 Kubikmeter Leitungsgräben, 370 Meter neuer Mischwasserkanal, 17 Einstiegsschächte, 37 Hausanschlüsse umgebaut.
  • Wasserleitung: 659 Kubikmeter Leitungsgräben, 320 Meter Rohrleitungen in hochwertigerer Qualität, 20 Hausanschlüsse umgebaut.
  • Kabelbauarbeiten: 180 Kubikmeter Kabelgraben, 10 Straßenlaternen (drei neue Lampen), 300 Meter Speedpipe-Verlegung, 10 Hausanschlüsse zur Gasversorgung.

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