11.08.2021 - 14:44 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Auf Erfolgskurs mit Granit und Marmor

Die große Platte wirkt wie ein blauschimmerndes Gemälde. „Das ist der teuerste Stein der Welt,“ versichert Daniel Plank. Der gelernte Steinmetz hat sich als Unternehmer selbständig gemacht. Marmor und Granit, das ist seine berufliche Welt.

Daniel (rechts) und Manuel Plank demonstrieren, wie man eine Granitplatte, die eine halbe Tonne Gewicht hat, zur weiteren Bearbeitung mit einer speziellen Maschine anhebt.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Die außergewöhnliche Steinplatte hat Bürgermeister Peter Neumeier bei einem Rundgang auf dem neuen Betriebsgelände der Firma Plank im Gewerbegebiet West entdeckt. Das Unternehmen gibt es schon länger, es steht seit 1994 für Präzision und Qualität in den Bereichen Marmor und Granit. Ihr Portfolio umfasst Treppen, Fensterbänke und Bodenbeläge sowie Grabsteine aus Naturstein.

Bislang hat Seniorchef Karl Plank (63), ein früherer Marktrat, im Betrieb den Ton angegeben, als der noch in Frotzersricht beheimatet war. Seit heuer ist sein Sohn Daniel (42) der alleinige Geschäftsführer der Plank Marmor-Kunststeine GmbH, die an die Max-Planck-Straße 3 umgezogen ist, gleich neben die neue BayWa am südwestlichen Ortsrand von Schwarzenfeld. So machte der Bürgermeister zusammen mit seiner Stellvertreterin Gabi Wittleben diese Woche einen Antrittsbesuch bei dem aufstrebenden Unternehmen und dem neuen Chef.

Auch der Betrieb von Manuel Plank, einem weiteren Sohn von Karl Plank, ist unter der Adresse Max-Planck-Straße 3 zu finden. Manuel Plank betreibt seit 2016 einen Baumaschinenhandel, vor allem mit gebrauchten Kleinbaggern. „Die Nachfrage danach ist extrem und wir verkaufen viel ins Ausland,“ berichtet der der 41-Jährige. Er hat auch Radlader, Rüttelplatten, Baggerschaufeln und ähnliches im Angebot. Und weil dieses Geschäft gut läuft hat Daniel Plank seinen eigentlichen Beruf aufgegeben. Der gelernte Industriemechaniker hatte als Ausbilder in den Naabwerkstätten der Lebenshilfe in Schwandorf gearbeitet, aber der Erfolg mit den Minibaggern hat ihn überrollt, so dass er sich schließlich nur noch ums Geschäft kümmern wollte.

„Wir sind aus Platzgründen ins Gewebegebiet West umgezogen,“ berichtet Daniel Plank, dessen Marmor- und Granitbetrieb den größten Teil des 4600 Quadratmeter großen Firmenareals benötigt. Daniel Plank hat den Beruf von der Pike auf gelernt. Als sein Vater Karl den Handwerksbetrieb in Frotzersricht gründete, war Daniel 15 Jahre alt. Er ging nach Amberg in die Steinmetz-Lehre und nach einigen Gesellenjahren auf die Meisterschule. Sein damaliges Meisterstück aus Sandstein ziert heute den Schauraum des Familienbetriebs.

„Wir nutzen keine Subunternehmen, wir machen alles selbst,“ betont Daniel Plank: Ausmessen, fertigen, auf Maß schneiden und verlegen – alles aus einer Hand. Dieses Qualitätsmerkmal kommt an und so führen ihn und seine Leute Aufträge bis nach München und Nürnberg. Sie machen in der Regel Treppen, Fensterbänke und Bodenbeläge, oft für Mehrfamilienhäuser. Ein weiterer Teil der Aufträge für die Plank Marmor-Kunststeine GmbH hat mit individuell gestalteten Grabsteinen zu tun, die verkauft und aufgestellt werden.

Azul do Macaubas, der teuere Werkstein aus Brasilien, kommt natürlich nicht auf Friedhöfen zum Einsatz, sondern wird zum Beispiel von Hotels geordert, die auf edle Accessoires in der Innenarchitektur Wert legen. „Wir haben ihn hier in der Gegend schon einmal in einem Hotel eingebaut,“ ist Daniel Plank sichtlich stolz, während Bürgermeister Peter Neumeier ehrfürchtig mit der Hand über die blaue Oberfläche der Platte streicht.

Noch ein neuer Betrieb im Schwarzenfelder Gewebegebiet West

Schwarzenfeld
Hintergrund:

Marmor Plank

  • 1994 Gründung der Firma Marmor Plank durch Karl Plank im Schwarzenfelder Ortsteil Frotzersricht
  • 2000 Einstieg von Daniel Plank in den elterlichen Handwerksbetrieb
  • 2020 Neubau einer Produktionshalle und Ausstellungsfläche an der Max-Planck-Straße 3 in Schwarzenfeld
  • Umzug der Firma und Übernahme des Betriebs durch Daniel Plank
  • Die Plank Marmor-Kunststeine GmbH beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter
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