12.02.2021 - 09:36 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Altes Sägewerk abgerissen: Weg frei für künftige Nutzung

Seit vielen Jahren stehen auf dem Areal des früheren Sägewerks in Traunricht bei Schwarzenfeld die Verarbeitungshallen als Bauruine. Nun gab der neue Eigentümer das Signal zum Abriss.

Bis vor wenigen Wochen waren baufällige Verarbeitungshallen auf diesem Areal zu sehen. Ein Abbruchunternehmen ist gerade dabei, die Rückstände der Baumaterialien der früheren Säge aufzuarbeiten und zu beseitigen.
von Manfred BäumlerProfil

Mit dem Abriss der „Eimer-Säge“ im Ortsteil Traunricht hat der Markt Schwarzenfeld ein zusätzliches, etwa 4000 Quadratmeter großes Areal für eine weitere, künftige Verwendung frei gemacht. Noch unter Vorsitz von Bürgermeister Manfred Rodde fasste der Marktrat im Januar 2020 den Beschluss, das Gelände von der Firma Bauer, die es 2004 von Sägewerksbesitzer Josef Eimer angekauft hatte, zu erwerben.

Anfang der 70er Jahre hatte Sepp Eimer den Sägewerksbetrieb nahe der B 15 zunächst mit einer Scheune und weiter mit einer Zimmerei komplettiert. Der Inhaber entstammte einer alten Schwarzenfelder Zimmererfamilie. Auch sein Bruder Gerhard hatte sich diesem alten Handwerk verschrieben und hatte seinen Betrieb in der Unteren Ringstraße. Sohn Christian führt diesen dort weiter.

Zwei Bauruinen werden abgerissen

Schwarzenfeld

„Im Sommer war es der Sägebetrieb und im Winter der Treppenbau, der für meinen Vater die Grundlage seines Zimmereibetriebes darstellte,“ erinnert sich Hans, der Sohn von Josef Eimer, an die Jahrzehnte bis zur Schließung Ende der 90er Jahre. Durch starke gesundheitliche Beeinträchtigungen war es dem Traunrichter nicht mehr möglich, den Betrieb fortzuführen. Nach jahrelangem Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung verstarb Josef Eimer im Jahr 2008. Mit einem Maschinenhandel nützte die Firma Bauer anfangs die Gebäude und das Areal, bis es in den letzten Jahren immer mehr dem Verfall preisgegeben war.

Umfangreich und aufwändig gestalteten sich die vom Markt beauftragten Aufräumarbeiten mit Entsorgung dort gelagerter Altbestände unterschiedlichster Materialien. Schnell wurde bei diesem Vorgang deutlich, dass aufgrund des baufälligen Zustandes der Gebäude Gefahr im Verzug und ein sofortiger Abriss unabdingbar war.

Mit der Freimachung dieses Grundstücks kann der Markt nun dort eine zusammenhängende Fläche von über 20000 Quadratmetern sein Eigentum nennen, da bereits lange vor dem Teilankauf im vergangenen Jahr Flächen erworben wurden. Wie geht es nun weiter mit dem Areal in Südhanglage in Richtung Naabtal? „Der Marktrat wird sich demnächst dieser nicht leichten Frage stellen und ein Konzept erarbeiten,“ so Bürgermeister Peter Neumeier auf Anfrage.

Mit diversen, im Gemeindeeigentum befindliche Gebäuderuinen, wie der früheren Weberei Birnbaum, der ehemaligen Bahnhofsgastwirtschaft, oder auch dem Gemeindehaus beim Parkplatz in der Miesbergallee haben sich die Bürgervertreter und das Bauamt in der nächsten Zeit zu befassen. Eines wird dabei für alle Projekte unausweichlich sein: Der Abriss und damit die Eröffnung neuer Wege für künftige Nutzungskonzepte.

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