23.03.2021 - 12:15 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

"Aktionstag gegen Alltagsrassismus": Würde nicht mit Füßen treten

Über diskriminierendes Reden und Handeln keinesfalls gleichgültig „hinwegzugehen“: Dazu fordert seit kurzem ein Bodenaufkleber beim Bushäuschen am Schwarzenbacher Dorfplatz auf.

Nur wer sich Vorurteile bewusst macht, kann sie überwinden: Diesen Denkanstoß gibt der Bodenaufkleber, Andreas Kick, der Jugendbeauftragte der Gemeinde Schwarzenbach, Bürgermeister Thorsten Hallmann, Kreisjugendring-Geschäftsführer Martin Neumann und „Neustadt lebt Demokratie“-Koordinator Arno Speiser (von links) zum "Aktionstag gegen Alltagsrassismus" beim Bushäuschen am Dorfplatz anbringen.
von Bernhard PiegsaProfil

Wer Menschen wegen ihrer Abstammung, ihres „fremdartigen“ Aussehens oder ihrer Religion herabsetzt und schmäht, wer rassistischer Gewalt in Worten und Taten freien Lauf lässt, der tritt die Menschenwürde mit Füßen: Diesen Denkanstoß gibt auf anschauliche Weise der bunte Bodenaufkleber beim Buswartehäuschen.

Für Bürgermeister Thorsten Hallmann ist es Ehrensache, in seiner „Partnergemeinde für Demokratie“ diese vom Bundesfamilienministerium initiierte und vom Kreisjugendring (KJR) Neustadt/WN mitgetragene Aktion zu unterstützen. Zu den fundamentalen Prinzipien einer demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung zähle gerade der vorurteilsfreie zwischenmenschliche Respekt im Sinne einer „Kultur der Gleichwertigkeit“, betonte Hallmann beim Anbringen des Bodenaufklebers anlässlich des „Aktionstags gegen Alltagsrassismus“.

Und der Bürgermeister stimmte dem Leiter der Koordinierungs- und Fachstelle „Neustadt lebt Demokratie“ beim KJR, Arno Speiser, zu: „Für Rassismus und rassistische Vorurteile, für jedwede Art und Ausdrucksform menschenfeindlichen Denkens darf es in unserem Land keinen Platz geben.“

Hallmann, Gemeindejugendbeauftragter Andreas Kick, Speiser und KJR-Geschäftsführer Martin Neumann bedauerten, dass die Pandemiesituation derzeit viele unter dem Leitwort „Demokratie leben“ geplante Aktionen unmöglich mache oder allenfalls „virtuelle“ Kontakte und Angebote über soziale Medien gestatte. Auf den Internet-, Facebook- und Instagram-Seiten von „Neustadt lebt Demokratie“ fänden sich aktuelle Zahlen, Zitate und Fakten, aber auch Fingerzeige für den Umgang mit rassistischen Vorurteilen, teilte Neumann mit und wies etwa auf die Homepages www.vorsicht-vorurteile.de und www.neustadt-lebt-demokratie.de hin.

Bürgermeister Thorsten Hallmann merkte noch an, dass „unter Coronavorbehalt“ der 28. April als Termin für den „Rechtsextremismus“-Vortrag im Zuge des Programmes „Partnerschaft für Demokratie“ vorgemerkt sei. Referent in der Sporthalle werde Regisseur Peter Ohlendorf sein.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.