10.10.2021 - 14:15 Uhr
SchwarzachOberpfalz

Urnengräber in Kreisform um einen Baum

Das Vorranggebiet für Kiesabbau südwestlich von Brensdorf ist im Entwurf des Regionalplans Oberpfalz gestrichen. Der Schwarzacher Gemeinderat befürwortet dies ausdrücklich.

Der Gemeinderat Schwarzach entschied, auf dem gemeindlichen Friedhof des Ortsteils Schwarzach Urnenerdgräber als Bestattungsform anzubieten. Auf der Grünfläche unmittelbar nach dem Eingang im Anschluss an die Erdgräber wird ein Baum gepflanzt. In Kreisform können zehn bis zwölf Grabstellen angelegt werden.
von Herbert RohrwildProfil

Regionalplan und Kiesabbau waren ein Thema der Gemeinderatssitzung, die Bestattungsform im Schwarzacher Friedhof das andere.

In der Dezembersitzung 2019 lehnte der Gemeinderat die Aufnahme als Vorranggebiet für Kies und Sand (KS 46) südwestlich von Brensdorf in den Regionalplan geschlossen ab. Die Regionalplanung ist diesem Vorschlag gefolgt.

Der Regionale Planungsverband Oberpfalz Nord teilte der Gemeinde im August seinen Beschluss mit. Der Planungsausschuss, so Bürgermeister Franz Grabinger, hat entschieden, ein ergänzendes Beteiligungsverfahren zur 30. Änderung des Regionalplanes durchzuführen. Mehrere Gemeinden, darunter auch Schwarzach, und Verbände hatten eine möglich Kies- und Sandabbaufläche südwestlich von Brensdorf abgelehnt. Dem folgt nun auch der neue Entwurf des Planungsverbandes. Die Herausnahme befürwortete der Gemeinderat ausdrücklich. Das kam jetzt auch in der Aussprache klar zum Ausdruck.

Ein weiteres Thema der Sitzung waren die Bestattungsformen. Im gemeindlichen Friedhof Schwarzach wird keine Urnenwand errichtet. Urnenerdgräber sind anzulegen. Berthold Braun von der Verwaltung hatte eine übersichtliche Tischvorlage vorgelegt und auch Möglichkeiten aufgezeigt: Urnengräber in aufgelassenen Grabstellen, in den reichlich vorhandenen Kiesstreifen oder unterhalb der Aussegnungshalle. Gemeinderätin Karin Scheuerer-Pamler berichtete von einer Besichtigung mit Frauen aus Schwarzach. Mehrheitlich favorisieren die Teilnehmerinnen die Rasenfläche links neben dem Eingang im Anschluss an die Erdgräber. Die Gemeinderäte sprachen sich dafür aus. Um einen zu pflanzenden Baum sollen zehn bis zwölf Erdurnengräber in Kreisform angeordnet werden.

Die ehemalige Gemeinderatskollegin Stilla Jahn-Obendorfer verstarb am 22. August 2021. Der Gemeinderat legte ihr zu Ehren eine Gedenkminute ein. Als erste Frau überhaupt gehörte sie dem Gemeinderat Schwarzach von Mai 2002 bis April 2008 an, erinnerte Bürgermeister Franz Grabinger. Als Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses und des Arbeitskreises Bau mit Schwerpunkt Grünordnung lag ihr die Gestaltung der Grünanlagen in den Ortschaften besonders am Herzen. Stilla Jahn-Obendorfer engagierte sich in der Dorferneuerung Wölsendorf, arbeitete tatkräftig im Frauenarbeitskreis mit und brachte viele neue Ideen in die Dorfentwicklung ein. Die Verstorbene erlangte durch ihre ausgeglichene, freundliche Art die Wertschätzung ihrer Kollegen im Gemeinderat. Um sich stärker der Familie annehmen zu können, zog sie sich aus persönlichen Gründen 2008 aus dem Gemeinderat zurück.

Auch das Thema Baulücken beschäftigt die Gemeinde

Schwarzach

 

 

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