07.01.2021 - 17:56 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zahl der Corona-Todesfälle steigt im Landkreis Schwandorf von 69 auf 75

Im Landkreis Schwandorf sind sechs weitere Personen mit oder an Corona gestorben. Es handelt sich um sechs Frauen im Alter von 86, 90, 90, 90, 92 und 92 Jahren. Fünf der Verstorbenen lebten in Heimen, eine im östlichen Landkreis.

Reihentestungen wurden unter anderem am Elisabethenheim Schwandorf vorgenommen.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

"Am Dienstag waren 34 neue Infektionen zu verzeichnen und am gestrigen Feiertag 19", heißt es am Donnerstagabend in der Mitteilung des Landratsamtes Schwandorf. Damit ist das Corona-Virus bei insgesamt 3.581 Landkreisbewohnern nachgewiesen.

2,4 Prozent infiziert

"Die Frage, wie viele unentdeckte Fälle es gibt, ist schwer zu beantworten", schreibt Landratsamtssprecher Hans Prechtl. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht in einer Analyse davon aus, dass bundesweit die Dunkelziffer bei einem Faktor von vier bis sechs liegen wird. Das hieße, dass bei rund 3.500 bekannten Infektionen real schon 14.000 bis 21.000 Menschen eine Infektion hatten, die meisten, ohne es zu wissen. Das könnte bedeuten, dass schon mehr als zehn Prozent mit dem Coronavirus infiziert waren. Nimmt man nur die bestätigten 3.581 Fälle, entspricht das 2,4 Prozent der Landkreisbevölkerung. Hans Prechtl fügt noch an, dass die Ergebnisse der Reihentestungen in drei Seniorenheimen noch nicht vorliegen.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis aktuell laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 66,27, laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 56,1. Zu dieser Abweichung hat das Landratsamt am Donnerstag ein Hinweis des LGL erreicht, wonach es am Mittwochabend zu bisher noch nicht vollständig geklärten Problemen bei der Übermittlung von Meldedaten vom LGL an das RKI kam. Es handelt sich um etwa 3.000 Datensätze, die bayernweit betroffen sind. Welche Gesundheitsämter in welchem Umfang betroffen sind, kann laut Prechtl nicht festgestellt werden.

15-Kilometer-Radius

In den nächsten Wochen wird laut Landratsamt weniger entscheidend sein, ob die Inzidenz im Landkreis den Wert von 100 übersteigt, sondern, ob sie den Wert von 200 übersteigt. Denn gemäß dem Beschluss des Ministerrats sind in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um den Wohnort hinaus untersagt. Unter Wohnort ist dabei nicht die genaue Wohnanschrift, sondern die politische Gemeinde zu verstehen. Der 15-Kilometer-Radius gilt für touristische Tagesausflüge, aber nicht für Fahrten zur Familie oder zur Arbeitsstelle.

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