11.08.2020 - 10:50 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Vorwurf der Baby-Misshandlung bleibt stehen

Eine am Schwandorfer Amtsgericht angesetzte Verhandlung ist nicht möglich. Die angeklagte Mutter (41) muss erst ihre psychische Erkrankung behandeln lassen.

von Autor HOUProfil

Der ganztägig angesetzte Prozess vor der Schwandorfer Amtsrichterin Jennifer Jäger hätte die Misshandlung eines Babys in den Mittelpunkt rücken sollen. Das Verfahren startete allerdings mit Hindernissen und war dann am Montag auch rasch beendet. Auf die Anklagebank war die 41-jährige Mutter des Kleinkinds zitiert worden. Doch sie kam nicht. Deswegen wurde die Zwangsvorführung der Frau angeordnet. Im südlichen Landkreisgebiet machte sich eine Polizeistreife auf die Suche nach ihr, fand die Beschuldigte und brachte sie, eineinhalb Stunden nach dem ursprünglich angesetzten Verhandlungstermin, zum Amtsgericht. Dort war der psychiatrische Sachverständige Thomas Lippert (Nürnberg) anwesend. Er diagnostizierte Verhandlungsunfähigkeit bei der 41-Jährigen, ging von einer psychischen Erkrankung aus und legte die stationäre Behandlung der Angeklagten nahe. Daraufhin war der Prozess beendet. Die Richterin setzte angesichts der Sachlage das Verfahren auf unbestimmte Zeit aus. Neben 16 Zeugen hätte auch ein Gerichtsmediziner aussagen sollen.

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