06.05.2021 - 15:22 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schwandorfer Arbeitsmarkt: Hoffen auf Ende des Lockdowns

Die Zahl der Arbeitslosen lag im April höher als vor einem Jahr zu Beginn der Corona-Krise. Der Chef der Agentur für Arbeit, Markus Nitsch, sieht dennoch Licht am Ende des Tunnels.

Die Agentur für Arbeit Schwandorf legte die Zahlen für April vor. Die sind wenig erfreulich.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf der Agentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit von März auf April gesunken. Die Zahl der betroffenen Personen im Landkreis (ohne Bereich Oberviechtach) ging binnen Monatsfrist um 120 Personen oder 4,1 Prozent zurück. Mitte April waren damit rund 2780 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Das sind allerdings knapp 110 Personen oder vier Prozent mehr als im April vor einem Jahr. Das teilte die Agentur mit.

Die Arbeitslosenquote lag mit 3,5 Prozent zwar 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert, allerdings 0,1 Prozentpunkte über den Zahlen von April 2020. „Die Zahlen legen die Vermutung nahe, dass der Schwandorfer Arbeitsmarkt tief in der Krise steckt. Dies ist aber nur der erste Eindruck. Vielmehr gibt es guten Grund zur Annahme, dass das Abklingen des Infektionsgeschehens und eine damit einhergehende Normalisierung des Wirtschaftslebens inklusive der Beendigung des Lockdowns relativ zügig zu einer gesteigerten Nachfrage nach Arbeitskräften führen werden. Konkret wird es beispielsweise deutlich größeren Personalbedarf als derzeit im Einzelhandel, im Hotel- und Gastronomiebereich, in der Veranstaltungsbranche sowie in allen weiteren mit den Tourismus- und Naherholungsangeboten verbundenen Branchen geben“, berichtet Markus Nitsch, Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich aus der Erwerbstätigkeit heraus rund 310 Personen arbeitslos und somit zirka 130 Arbeitnehmer oder 28,9 Prozent weniger als im April 2020. Im Gegenzug beendeten 460 Personen ihre Arbeitslosigkeit, um direkt ins Berufsleben zurückzukehren oder einzusteigen. Dies waren knapp 120 Arbeitnehmer oder 33,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Mitte April waren im gemeinsamen Stellenpool der Arbeitsagentur und des Jobcenters rund 1700 Stellenangebote gemeldet, beinahe genau so viel wie im April 2020. Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe und öffentlichen Verwaltungen rund 1430 Stellen und somit 90 Offerten mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen vom März

Schwandorf
Hintergrund:

Kurzarbeit: Neueste Zahlen

Die Agentur für Arbeit hat für ihren Bezirk (Kreise Schwandorf, Cham, Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg) die aktuellsten Zahlen zur Kurzarbeit veröffentlicht. Die betreffen die Monate November und Dezember 2020.

  • Im November waren im Gesamtbezirk 12 740 Beschäftigte in 1410 Betrieben betroffen. Die Kurzarbeitsquote lag bei 7,5 Prozent.
  • Im Landkreis Schwandorf galt laut der November-Hochrechnung in 430 Betrieben für 3110 Beschäftigte Kurzarbeit. Die Kurzarbeiter-Quote lag bei 5,5 Prozent.
  • Zum Vergleich: Im Nachbarkreis Cham lag die Quote im November bei 11,7 Prozent; im Kreis Amberg- Sulzbach bei 5,4 und in der Stadt Amberg bei 5,8 Prozent.
  • Im Dezember 2020 sank die Zahl der Kurzarbeiter im Gesamtbezirk auf 11 580 Beschäftigte. Die Zahl der betroffenen Betriebe steig dagegen auf 1660. Die Quote lag bei 6,8 Prozent. Die Dezember-Rechnung alleine für den Kreis Schwandorf liegt noch nicht vor.

„Die Zahlen legen die Vermutung nahe, dass der Schwandorfer Arbeitsmarkt tief in der Krise steckt. Dies ist aber nur der erste Eindruck."

Markus Nitsch, Chef der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Markus Nitsch, Chef der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.