30.06.2021 - 15:11 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schwandorf: Konzepte zur Belebung des Ortskerns

Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat das Programm "Starke Zentren" ins Leben gerufen, um die Ortszentren zu beleben. Unter den ausgewählten Modellkommunen ist auch die Stadt Schwandorf.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (rechts) übergab die Teilnahmebescheinigung für das Fitnessprogramm „Starke Zentren“ an Oberbürgermeister Andreas Feller (Mitte) und Andrea Süß (links) vom Bauamt der Stadt Schwandorf.
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Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat am Mittwoch die fünf Modellkommunen für das Programm „Starke Zentren“ bekannt gegeben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreichte die Teilnahmebescheinigungen an die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Coburg, Rothenburg ob der Tauber, Beilngries, Schwandorf und Kempten. Wie aus einer Pressemitteilung des Ministeriums hervorgeht, werden in den fünf Städten mit Unterstützung von Planern und eines Projektbeirates bis Jahresende innovative und auf andere bayerische Städte übertragbare Maßnahmen zur Belebung und Funktionssicherung der Ortszentren entwickelt. Die Kosten für die Planungsbüros trägt das Wirtschaftsministerium.

„Funktionsfähige zentrale Städte mit einem attraktiven Ortskern und einem gesunden Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Nahversorgung und Veranstaltungen bieten den Menschen eine hohe Lebens- und Versorgungsqualität", betonte Minister Aiwanger laut Mitteilung. Umso wichtiger sei es, dass die Innenstädte nach dem monatelangen Lockdown aus dem Dornröschenschlaf erweckt und durch kreative Ideen neu belebt werden.

Mit dem Fitnessprogramm entwickle man in fünf repräsentativen Städten modellhafte Lösungen für die brennenden Herausforderungen der Innenstadtentwicklung – und zwar mit dem über die Corona-Schadensbehebung hinausreichenden Ziel, dass die Ortszentren langfristig vital und attraktiv bleiben. Die ausgewählten Modellzentren gehen als Stellvertreter für alle bayerischen Städte und Gemeinden voran. "Wir wollen zeigen, wie die Akteure vor Ort Ladensterben, Leerstand oder Verödung in den Griff bekommen und die Innenstädte aufblühen können“, so Aiwanger.

Dem Bewerbungsaufruf des Ministeriums waren 81 bayerische Ober- und Mittelzentren gefolgt. Die Auswahl der fünf Modellstädte erfolgte anhand räumlicher und sachlicher Kriterien, um die unterschiedlichen Problemlagen von Ortszentren in Bayern möglichst repräsentativ abzubilden. Bewertet wurden aber auch die von den Bewerbern eingereichten Projektskizzen.

Zur Auswahl der Großen Kreisstadt heißt es in der Mitteilung, dass Schwandorf stellvertretend für Mittelzentren in eher ländlich geprägten Räumen stehe, die ihr Versorgungs- und Begegnungsangebot auf eine stagnierende oder abnehmende Bevölkerungsentwicklung ausrichten müssen. Hinzu kämen die Herausforderungen einer Kommune im deutsch-tschechischen Grenzraum.

Schwandorf habe bereits konkrete Ideen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität zentraler Lagen entwickelt, wie etwa die Umgestaltung des Stadtparks zum Garten der Innenstadt. Leerständen begegne die Stadt mit einer kommunalen Strategie, bei der städtische Einrichtungen wie die Musikschule freistehende Räumlichkeiten nutzen.

„Als Große Kreisstadt Schwandorf sehen wir die Notwendigkeit und die Verpflichtung, beispielhaft vorauszugehen und unsere Erkenntnisse und Erfahrungen mit anderen Kommunen zu teilen. Viele der bei uns vorhandenen Problemstellungen sind auch in anderen Städten zu finden", unterstrich Oberbürgermeister Andreas Feller laut Mitteilung. Es gelte, zukunftsorientierte Lösungen zur Schaffung von starken Zentren in Bayern zu finden und umzusetzen.

In den vergangenen Monaten seien viele Projektenideen für die Stärkung der Innenstadt entwickelt worden. Diese Projekte müssten nun sinnvoll in ein Gesamtkonzept unter Einbeziehung der Bürgerschaft eingebettet werden. Nur so ist für Feller eine positive Weiterentwicklung der Stadt unter den besonderen Anforderungen dieser Zeit möglich.

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