11.12.2019 - 15:23 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Rote Riesen in der "Waldfabrik"

In Teil eins der „Waldfabrik“ läuft die Produktion bereits. Die Erweiterung der Horsch Maschinen GmbH auf dem Sitzenhof hat aber noch weitere Schritte vor sich.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

"Das ist die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte", sagt Daniel Brandt. Der Sprecher des Unternehmens verweist im Gespräch mit den Oberpfalz-Medien auf das rasante Wachstum, das der Landmaschinen-Hersteller verzeichnet. Auch im laufenden Jahr, entgegen dem Trend in der Branche. Für 2018 hatte das Unternehmen 402 Millionen Euro Umsatz gemeldet. 2017 waren es 356 Millionen Euro. Beides jeweils Rekordumsätze für Horsch.

Am Stammsitz auf dem Sitzenhof sitzt neben der Verwaltung mit der Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung das Herz des Unternehmens. Und natürlich wird hier auch produziert: Maschinen zum Säen und Düngen, zur Bodenbearbeitung, auch in einem Arbeitsschritt, wie Brandt erläutert. Riesige Maschinen, die 32 Reihen Mais gleichzeitig säen können, mit 30 Meter breiten Auslegern. Die Geräte brauchen natürlich auch in der Produktion Platz.

Maschine an Maschine

Der war knapp geworden. Nicht nur für die Produktion, sondern auch für Lager und Logistik, dazu Abstellflächen für fertige Maschinen. Denn anders als noch früher werde die Produktion im Winter nicht gedrosselt, sagte Brandt. Auf den Flächen neben der neuen Halle reiht sich Maschine an Maschine, wie rote Riesen in der Warteschlange. Alle bestellt, ins "Blaue" hinein wird nicht gefertigt.

In der kürzlich bezogenen, 3600 Quadratmeter großen Halle wird jetzt im Linien-Verfahren produziert. Während auf der einen Seite die Maschinen Stück für Stück fertiggestellt werden, bauen Mitarbeiter auf der anderen Seite die Anbauteile. Ideen für die Ausstattung der Arbeitsplätze kamen laut Brandt auch von den Mitarbeitern selbst. Ergonomie stand neben der Sicherheit und Produktivität an erster Stelle.

Nebenan in einer etwa 4600 Quadratmeter großen Halle lagert Material, kurze Wege sind garantiert. Ein Stück weiter wird gerade noch an einer teilüberdachten Halle gebaut, die ebenfalls als Lager dient. Dazwischen wächst ein Bürogebäude samt Sozialtrakt.

Platz für Sport

Dort wird es auch Sportmöglichkeiten für die Mitarbeiter geben, sagte Brandt. Rund 14 Millionen Euro fließen alleine in diesen Teil der "Waldfabrik." Spatenstich war im Oktober 2018. Spätestens bis zum Herbst 2020 soll dann auch die neue Lackiererei fertig sein, nach höchsten Umweltstandards. Sie wird mit rund 7 Millionen Euro zu Buche schlagen. Weitere zwei Millionen Euro flossen in die Erweiterung des Entwicklungs- und Forschungsgebäudes. Gesamt betragen die Investitionen am Sitzenhof rund 23 Millionen Euro.

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