02.11.2020 - 10:48 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Orgel-Baustelle in der Kirche St. Konrad in Ettmannsdorf

Mit einem Lastenaufzug werden die sanierten Teile der Kirchenorgel St. Konrad Ettmannsdorf auf die Empore befördert.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

An Weihnachten soll die Kirchenorgel in St. Konrad in Ettmannsdorf wieder erklingen. Darauf hoffen die Gläubigen, deren Gesang Organist Andreas Merl derzeit am Klavier begleitet. In dieser Woche kehrt der Spieltisch auf die Empore zurück.

Die Sanierung der Kirchenorgel schien zur unendlichen Geschichte zu werden. Jetzt, zehn Jahre nach den ersten Planungen, nimmt sie ein gutes Ende. Die Diözese Regensburg hatte andere Prioritäten gesetzt und wollte zunächst das Pfarrhaus sanieren und den Orgelbau zurückstellen. Doch der Vorsitzende des Kirchenbauvereins, Stefan Wenisch, blieb hartnäckig und pochte auf den Vorrang der Orgelsanierung. Mit Erfolg. Die bischöfliche Finanzkammer hat den von Beginn an zugesagten Zuschuss von 45 Prozent überwiesen und damit die Finanzierung gesichert. 120 000 Euro hat der Kirchenbauverein zweckgebunden angespart, den Rest steuert die Kirchenstiftung St. Konrad bei. Die gesamten Kosten für die Orgelsanierung und die Restaurierung der Empore belaufen sich auf 360 000 Euro.

Mit dem Auf- und Abbau der 55 Jahre alten Orgel wurden die Firmen Mühleisen aus Leonberg bei Stuttgart und Bäumler aus Weiden beauftragt. "80 Prozent der Pfeifen werden wieder verwendet", erklärt Andreas Merl. Nach der Sanierung und Erweiterung werde die Orgel aus 31 "klingenden Registern" bestehen. Bereits vor zehn Jahren hatte er auf den Schimmelbefall, die technischen Mängel und das nachlassende Klangvolumen hingewiesen. "Es war ein steiniger Weg", erinnert sich Merl an die zahlreichen Anläufe bis zur Sanierung. Ohne die Initiative des Kirchenbauvereins wäre das Projekt nicht zustande gekommen. Die Mitglieder setzen sich seit der Gründung vor 60 Jahren zum Ziel, die Pfarrei beim Bau und Erhalt der Kirche zu unterstützen. Der Förderverein sammelte zuletzt 120 000 Euro für die Sanierung der Orgel. Das Geld stammt aus Erlösen von Konzerten, Basaren, Floh- und Handwerkermärkten sowie Weinfesten im Kloster.

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