13.09.2019 - 08:32 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Der Landkreis und ein Stadtrat wachsen

Es leben immer mehr Menschen im Landkreis. Doch es gibt Gewinner und Verlierer unter den 33 Gemeinden. zu den Gewinnern zählt Oberviechtach mit sichtbaren Folgen im Stadtrat.

Im Landkreis Schwandorf leben immer mehr Leute. Das belegen die Zahlen vom 31. März 2019. Sie sind auch maßgeblich für die Kommunalwahl im nächsten März.
von Irma Held Kontakt Profil

Die vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichte Zahl nennt zum 31. März 2019 für den Landkreis 147 310 Bewohner (Vorjahreszahl 146 690). Diese Zahl wirkt sich laut Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz auf die Kommunalwahl am 15. März 2020 sowie im Falle eines Einwohnerrückgangs auf die nächste Wahl der Kommunalparlamente im Jahr 2026 aus. Im Klartext heißt das, schafft ein Landkreis, eine Stadt oder eine Gemeinde den Sprung über eine bestimmte Einwohner-Messlatte wird gemäß der Gemeindeordnung der Rat größer. Beim Kreistag bleibt vorerst alles beim Alten, bei 60. Ab 150 000 Einwohnern werden es dann 70 Räte.

Oberviechtach steht eine Vergrößerung bevor. Die Stadt hat zum Stichtag 5050 Einwohner (Vorjahr 4987). Die Oberviechtacher dürfen am 15. März also wieder 20 Gemeinderäte wählen, wie sie das auch bis 2008 getan haben. Das Ziel knapp verfehlt hat heuer Schmidgaden mit 2954 Bürgern (Vorjahr 2915). Ab 3000 Einwohnern wächst das Gremium von 14 auf 16. Auch die Große Kreisstadt Schwandorf bewegt sich stetig auf die entscheidende Marke von 30 000 zu. Dann sitzen im Stadtrat zehn Mitglieder mehr, insgesamt 40 statt 30. 2026 könnte Schwandorf diese Hürde nehmen.

Seine zwölf Gemeinderäte gerade noch gerettet hat 2020 und laut Gemeindeordnung auch 2026 Dieterskirchen. Die Einwohnerzahl liegt um vier unter dem kritischen Wert von 1000. Bei bis zu 1000 Einwohnern stellen acht Räte und der Bürgermeister die kommunalpolitschen Weichen. Doch jenseits der Relevanz für die nächste Kommunalwahl offenbart die Statistik einiges oder zementiert Trends.

Die Städte im Landkreissüden einschließlich Schwandorf sowie der Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See wachsen. An der Spitze steht Maxhütte-Haidhof mit einem Plus von 193 vor Burglengenfeld mit 171 sowie Schwandorf und Neunburg (je 114). Mit Bevölkerungsschwund zu kämpfen haben der Norden und Osten des Landkreises mit Ausnahme von Oberviechtach und Neunburg (8337, Vorjahr 8223). Gering sind die Schwankungen in Stulln (1636, Vorjahr 1637), Niedermurach (1236, Vorjahr 1237) und Guteneck (816, Vorjahr 813).

In 21 Gemeinden lebten am 31. März 2019 weniger Menschen als am 31. März 2018. Das Plus in zwölf Kommunen gleicht dies nicht nur aus, sondern führt zu einem Anstieg um 620. Die kleinste Gemeinde im Landkreis und die drittkleinste Bayerns ist Weiding mit 463 Einwohnern. Sie hat gegenüber dem März 2018 zwölf Einwohner verloren. In Bayern liegen nur Balderschwang und Chiemsee hinter Weiding.

Zahlen zur Altersstruktur datieren von 31. Dezember 2018. Die stärkste Gruppe sind die 50- bis 65-Jährigen mit 35 286. die Babyboomer-Jahrgänge. Die Kinder und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahre summieren sich auf 23 541. 12 040 der zum 31. Dezember 147 189 Landkreisbewohner sind Ausländer. Dazu zählen alle die keinen deutschen Pass haben, also auch Österreicher und Schweizer. Weitere Zahlen und Infos: www.statistik.bayern.de

Bevöllkerungsentwicklung in den 33 Städten und Gemeinden.
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