26.05.2020 - 15:36 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Landfrauen aktiv beim Projekt „Schule fürs Leben“

Schon lange fordern die Landfrauen, ein Schulfach "Alltagskompetenz" zu etablieren. Eine Projektwoche kann nun an den Grundschulen und an den weiterführenden Schulen eingerichtet werden. Schulklassen können sich dafür jetzt interessieren.

Bauernhöfe eignen sich gut, um Kindern die „Schule fürs Leben“ näherzubringen.
von Externer BeitragProfil

Vom bayerischen Kabinett wurde im Januar 0 beschlossen, ab dem Schuljahr 2020/2021 das Konzept "Schule fürs Leben" einzuführen. Den Landfrauen geht es darum, dass die Schwerpunkte Ernährung, Gesundheit, Haushaltsführung sowie Umwelt- und Verbraucherverhalten in den Vordergrund gerückt werden. Angesichts der laufenden Corona-Pandemie beschäftigt man sich in den Familien wieder mehr mit dem Thema Kochen und Backen. Worauf es bei der Essenszubereitung ankommt, soll auch im Projekt "Schule fürs Leben" behandelt werden. Unter Berücksichtigung von regionalen Produkten soll das notwendige Wissen rund um die gesunde Ernährung vermittelt werden.

Im Rahmen dieses Projekts ist es möglich, dass Schulklassen Bauernhöfe besuchen oder ein Landwirt bzw. Landwirtin für ein paar Schulstunden an die Schule kommt. Bayernweit sollen mehr als 10 000 Schulklassen über land- und hauswirtschaftliche Themen informiert werden. "Wir brauchen für jeden Schulstandort ein bis zwei Betriebe, die für Schulbesuche zur Verfügung stehen, bei großen Schulstandorten entsprechend mehr", erklärt BBV-Geschäftsführer Josef Wittmann vom Geschäftsstellenverbund Regensburg-Schwandorf. "Darüber hinaus werden noch Fachkräfte aus dem Bereich Land- und Hauswirtschaft gesucht, die an den Schulen land- und hauswirtschaftliche Inhalte vermitteln wollen", so Wittmann.

Teilnehmende Betriebe und Fachkräfte werden vom BBV kostenfrei geschult. Das erforderliche Programm für die Zusatzqualifizierung wird zurzeit beim BBV-Landesverband fertiggestellt. Wegen der Corona-Pandemie wird es eine Online-Schulung geben. "Es ist vorgesehen, bereits nach den Pfingstferien die Schulen über die teilnehmenden Betriebe zu informieren", erläutert Kreisbäuerin Sabine Schindler im Rahmen einer aktuellen Mitteilung des BBV-Kreisverbandes.

Bezüglich der Teilnahme von Landwirten und Landfrauen an diesem Projekt habe sich der BBV-Kreisverband Schwandorf bereits mit einem Schreiben ans Ortsehrenamt und mit Rundschreiben per Mail an alle Mitgliedsbetriebe gewandt, teilte Kreisbäuerin Schindler mit. Der Einsatz der Bäuerinnen und Bauern werde honoriert und könne sich für manche durchaus zu einem zweiten Standbein entwickeln. Von dem Projekt sind vor allem alle Landfrauen mit entsprechender Ausbildung angesprochen, die ihr Wissen rund um die Herstellung von Nahrungsmitteln sowie eine gesunde Ernährung den Schulkindern vermitteln wollen. Landwirtschaft erleben steht bei den Betriebsbesuchen im Vordergrund. Regionale Kreisläufe, Nachhaltigkeit und wichtige Zusammenhänge rund um die tierische und pflanzliche Erzeugung sollen in der Schule und auf den landwirtschaftlichen Betrieben vermittelt werden.

"Es erfüllt mich und bereitet mir selbst große Freude, wenn ich die Begeisterung der Kinder bei den Betriebsbesuchen sehe", schildert Schindler. Bestätigt wird sie hierbei durch die Ernährungsfachfrau (EFF) und BBV-Vorstandsmitglied Barbara Scharl. Sie hat bisher im Zuge des Projekts "Landfrauen machen Schule" an einigen Grundschulen im Landkreis unterrichtet. "Das neue Angebot Schule fürs Leben gibt wichtige Hilfestellungen und Tipps, damit die jungen Leute bei den Herausforderungen im Haushalt und im Alltag zurechtkommen", fügt Scharl an.

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