04.08.2020 - 14:36 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Bei Kosten für Schwandorfer Tierheim moralisch in der Pflicht

Steigende Kosten für Personal, tierärztliche Versorgung und Futter bei sinkenden Einnahmen: Corona hat den Tierschutzverein als Träger des Tierheims in Nöte gebracht. Vorsitzende Gabriele Hahn bittet um Unterstützung.

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Schwandorf, Gabriele Hahn, braucht Geld für den Unterhalt des Tierheims.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Das Tierheim braucht finanzielle Hilfe. Bei der Bürgermeisterversammlung in der Schwarzachtalhalle kündigte Gabriele Hahn ein entsprechendes Schreiben an die 32 Kommunen an, mit denen der Tierschutzverein Stadt und Landkreis Schwandorf einen Vertrag geschlossen hat.

Krisenzeiten im Tierheim

Schwandorf

In dem Brief bittet die Vorsitzende um eine Sonderförderung im gleichen Umfang wie den bereits vereinbarten Jahresbeitrag. Also 50 Cent pro Einwohner. Gleichzeitig schlägt der Träger des Tierheimes eine Anpassung des Jahresbeitrages für 2021 auf einen Euro je Einwohner vor. „Das würde den Sätzen in den meisten anderen Landkreisen entsprechen“, gab Gabriele Hahn den Bürgermeistern zu verstehen.

Im Landkreis aufgegriffen

Die Hälfte der Tiere, die auf dem Gelände in Niederhof Unterschlupf finden, wird irgendwo im Landkreis aufgegriffen. „Wir erwarten deshalb, dass sich die Gemeinden entsprechend an den Kosten beteiligen“, erklärt die Vorsitzende. Der Träger, der neun Personen zur Betreuung und Versorgung der gut 200 Tiere beschäftigt, bekommt zusätzlich Spenden und erzielt Einnahmen aus Veranstaltungen. „Diese Quellen sind seit Corona weggebrochen“, erklärt Gabriele Hahn, die seit 23 Jahren Vorsitzende des Tierschutzvereins Schwandorf mit über 2000 Mitgliedern ist. Außerdem habe der Verein in letzter Zeit kaum mehr Tiere vermitteln können, so Hahn.

Beistand vom Landrat

Landrat Thomas Ebeling zeigte Verständnis für das Anliegen des Trägervereins und bat die Bürgermeister um „wohlwollende Unterstützung“. Der Tierschutzverein hat die Anlage „Am Sollring“ vor zwei Jahren erweitert und saniert und dabei 8600 Arbeitsstunden ehrenamtlich aufgebracht. Eine größere private Spende erleichterte dem Verein damals die Finanzierung.

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