06.05.2021 - 17:31 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Inzidenz im Landkreis Schwandorf weiter knapp über 100

Der Landkreis Schwandorf bewegt sich weiter um die Marke 100: Die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Mittwoch bei 100,8 lag, steigt um zwei Fälle pro 100.000 Einwohner auf 102,8.

Im Landkreis Schwandorf wurden 187 Verstöße gegen die Maskenpflicht gemeldet.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Mit 36 Fällen am Mittwoch erhöht sich die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf auf 7.931. Diesen Wert geben am Donnerstag sowohl das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als auch das Robert-Koch-Institut (RKI) an.

Zu einer näheren Prüfung führte laut Landratsamt Schwandorf am Donnerstag ein positiver Fall am Regental-Gymnasium Nittenau. Da alle Hygieneschutzvorgaben nachweislich eingehalten waren, konnte jedoch auf die Qualifizierung als „enge Kontaktpersonen“ und damit auf Quarantänemaßnahmen verzichtet werden.

"Am 6. Mai ist die Fünfte Änderung der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft getreten. Zählt man nicht nur die bisherigen zwölf Verordnungen, sondern auch alle dazu ergangenen Änderungen durch, haben wir aktuell die 41. Rechtslage zu Corona", teilt Behördensprecher Hans Prechtl mit.

Seit Beginn der Pandemie im März 2020 gab es auch wechselnde Bußgeldtatbestände und Bußgeldkataloge. Insgesamt wurden dem Landratsamt in den letzten 13 Monaten 1 816 Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Corona gemeldet, und zwar überwiegend von den Polizeidienststellen im Landkreis. Entschieden ist im Moment über 1 464 Anzeigen, in anderen Verfahren laufen noch Anhörungen oder Überprüfungen. Bei den abgeschlossenen Verfahren wurde in 1033 Fällen ein Bußgeldbescheid erlassen, 431 Anzeigen wurden eingestellt. Prechtl erläutert: Einstellungen sind dort erfolgt, wo die rechtlichen Möglichkeiten für die Verfolgung einer Ordnungswidrigkeit nicht gegeben waren, weil ein gesetzlicher Tatbestand nicht erfüllt oder nicht nachweisbar war. Es gab auch Fälle, in denen sich zweifelsfrei geklärt hat, dass ein Verhalten nicht ordnungswidrig war.

Bei den 1033 ergangenen Bußgeldbescheiden waren die häufigsten Verfehlungen folgende, wobei nachfolgend auch Doppelnennungen enthalten sind: Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen (Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund): 502; Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen (überwiegend im öffentlichen Raum): 368; Verstöße gegen die Ausgangssperre: 223; Verstöße gegen die Maskenpflicht: 187. Bei der Bearbeitung der Bußgeldverfahren fiel auf, dass alle Altersgruppen tangiert waren.

Angezeigt wurden rund 30 gastronomische Betriebe und eine Verkaufsstelle. Die Höhe der Bußgelder wurde nach dem jeweils im Tatzeitpunkt geltenden Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ bemessen. Bei Mehrfachverstößen war in der Regel das doppelte Bußgeld zu zahlen. Gegen 80 Bußgeldbescheide wurde Einspruch eingelegt. "Bei Einsprüchen überprüfen wir zunächst nochmals selbst unsere Entscheidung", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. "Halten wir am Bescheid fest, legen wir den Einspruch der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Amberg vor. Hält auch diese den Bußgeldbescheid für richtig, wird der Vorgang dem Amtsgericht Schwandorf zur Entscheidung übermittelt. Dort kann dann ein Verhandlungstermin festgesetzt werden, wobei das Gericht im Regelfall in öffentlicher Sitzung verhandelt. Dann und auch erst in diesem Zeitpunkt können Details bekanntwerden, welche Personen oder welche Gaststätte konkret wann und in welchem Ausmaß gegen welche Vorgaben verstoßen haben."

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