05.03.2020 - 16:30 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Hohe Investitionen in Kläranlage

Sauberes Wasser kostet Geld. Rund 700000 Euro investieren die Stadt und Wackersdorf in diesem Jahr in die gemeinsame Verbandskläranlage. Der Lohn sind beste Reinigungswerte.

Rund 700000 Euro investiert der Zweckverband in diesem Jahr in die Verbandskläranlage Schwandorf-Wackersdorf, vor allem in die Klärschlammentwässerung.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Sauberes Wasser kostet Geld. Rund 700 000 Euro investieren die Stadt und Wackersdorf in diesem Jahr in die gemeinsame Verbandskläranlage. Der Lohn sind beste Reinigungswerte. Bei der Verbandsversammlung am Mittwoch legte Technischer Leiter Robert Merkl den Gewässerschutzbericht für 2019 vor - so etwas wie das "Jahreszeugnis" für die Anlage, die die Stadt und Wackersdorf als Zweckverband gemeinsam betreiben. Gereinigt wird das Wasser aus den beiden Mitgliedskommunen und aus Steinberg am See.

Steinberg leitet über Wackersdorf das Abwasser ein, abgerechnet wird separat. Zusammen sind das knapp 36100 Einwohner, deren Abwässer in Schwandorf gereinigt werden, dazu das Schmutzwasser aus Gewerbe und Industrie. Übers Jahr gesehen, war die Anlage gut zur Hälfte der Kapazität ausgelastet.

Rund 4,8 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser landeten im Zulauf in der Kläranlage, die geringste Menge seit 2015. Das lag auch am trockenen Sommer. Die Reinigungsleistung war wieder spitze und erreichte die Note "1". "Bessere Ablaufwerte können von keiner mechanisch-biologischen Kläranlage erreicht werden", heißt es im Gewässerschutzbericht. Entsprechendes Lob gab's vom Verbandsvorsitzenden, Oberbürgermeister Andreas Feller. Die Kläranlage braucht viel Energie, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Einen Großteil davon erzeugt die Anlage selbst. Knapp 1,5 Millionen Kilowattstunden brachte das Blockheizkraftwerk, das zum großen Teil mit Klärgas betrieben wird. Knapp 140 000 Kilowattstunden steuerte die Photovoltaikanlage bei.

Der Verbrauch der Anlage lag bei 1,919 Millionen Kilowattstunden. Folglich hat die Anlage rund 85 Prozent ihres Stromverbrauchs selbst geliefert. Das kommt letztlich den Bürgern zugute: Die Energie- werden wie alle weiteren Betriebskosten letztlich über die Abwassergebühr finanziert. Insgesamt 602 Tonnen Klärschlamm fielen im vergangenen Jahr zur Entsorgung an. Sie wurden zum großen Teil in entsprechenden Anlagen verbrannt. Künftig wird der Schlamm an die Trocknungsanlage Schwandorf geliefert.

Die Entwässerung des Schlamms macht auch die größte Investition des Verbands in diesem Jahr nötig. Rund 450 000 Euro kostet ein neuer Dekanter, der in diesem Jahr gekauft wird, und eine Siebbandpresse ersetzt. Rund 200 000 Euro sind für ein weiteres Gerät nötig. Knapp 1,7 Millionen Euro sind im Haushalt 2020 des Zweckverbands für den laufenden Betrieb angesetzt. Im Vermögenshaushalt, der in erster Linie die Investitionen abbildet, knapp 760 000 Euro.

Schwandorf und Wackersdorf finanzieren den Betrieb der Anlage über Umlagen. Schwandorf überweist in diesem Jahr insgesamt 1 199 300 Euro, Wackersdorf 362 500 Euro. Für die kommenden Jahre bis 2023 sind im Finanzplan Investitionen bis 364 000 Euro vorgesehen, unter anderem für einen neuen Verdichter.

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