02.08.2019 - 14:54 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Gartler scheuen Pflanzengift

Bayern kämpft mit einer Bundesratsinitiative gegen Glyphosat in Privatgärten. In Gemüse- und Ziergärten im Landkreis spielt das Unkrautvernichtungsmittel aber, wenn überhaupt, sowieso nur noch eine geringe Rolle.

"Roundup" ist einer der bekanntesten Unkrautvernichter, der Glyphosat enthält.
von Irma Held Kontakt Profil

Bayern macht sich mit einer Bundesratsinitiative gegen Glyphosat im privaten Bereich stark. Hobby- und Kleingärtner sollen ihren Beitrag zur Verringerung von Pestiziden und Herbiziden leisten, deshalb will die Staatsregierung über eine Bundesratsinitiative Glyphosat verbieten. In Gemüse- und Ziergärten im Landkreis spielt das Unkrautvernichtungsmittel aber, wenn überhaupt, inzwischen nur noch eine untergeordnete Rolle. Gartenbesitzer frönen ihrem Hobby umweltbewusst.

Der Glyphosat-Einsatz scheint, ergibt eine Nachfrage von Oberpfalz-Medien im Kreisgartenamt, in den Gärten gering zu sein. "Der Gebrauch dieser Mittel geht energisch zurück", sagt am Freitag der stellvertretende Sprecher des Landratsamtes Franz Pfeffer. "Der Gartler nutzt es nicht." Pflanzengifte seien für das eigene Gemüse, den Rasen, auf dem die Kinder spielen, oder die Blumen, die man sich in einer Vase ins Haus stelle, weitgehend verpönt.

Die meisten Gartenbesitzer greifen, wenn sie nicht von Hand das Unkraut jäten, inzwischen zu umweltfreundlichen Alternativen, basierend zum Beispiel auf Zitronen- oder Pelargonsäure. Doch auch hier rät das Amt zu Kauf und Beratung im Fachhandel und dem genauen Beachten der Anwendungsvorschriften. Vor allem soll auf Hausmittel, die bisweilen von Gartennachbar zu Gartennachbar weiter empfohlen werden, verzichtet werden. Dem unerwünschten Grün würde mit Glyphosat im privaten Bereich manchmal noch auf Pflasterflächen, Hofeinfahrten oder geschotterten Vorgärten, wie sie zurzeit in Mode sind, der Garaus gemacht. Genau dieser Einsatz auf befestigtem Boden ist aber seit je her verboten.

Fraglich ist, wie lange die Unkrautvernichter noch im Handel sind. Das Problem könnte sich von selbst lösen. Die Zulassung für viele dieser Produkte läuft zum Jahresende aus.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.