02.10.2019 - 19:11 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Feuerwehr: Bedarfsplan kommt

Muss eine neue Feuerwache gebaut werden? Ein Feuerwehrbedarfsplan soll darüber Klarheit bringen. Der Hauptausschuss gibt ihn in Auftrag - mit möglichen Millionen-Ausgaben im Blick

Vor rund 40 Jahren wurde die Feuerwache an der Naabuferstraße gebaut. Seither hat sich im Stadtgebiet viel verändert. Ob der Standort hier noch der richtige ist, soll ein Bedarfsplan ermitteln.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die könnten auf die Stadt zukommen, wenn der Plan zum Schluss kommt, dass der heutige Standort an der Naabuferstraße nicht mehr geeignet ist. Etwa, weil die Zehn-Minuten-Hilfsfrist nicht mehr einzuhalten ist. Dass an der Feuerwache Sanierungsbedarf besteht, ist ohnehin klar. Vor einer kostspieligen Bestandsaufnahme hier müsse aber klar sein, ob der Standort überhaupt noch der richtige sei, warben Baudirektor Reinhard Schade und Ordnungsamtsleiter Stefan Schamberger am Mittwoch im Ausschuss für den Bedarfsplan.

"Das Stadtgebiet hat sich in den vergangenen 40 Jahren gewandelt," sagte CSU-Fraktionschef Andreas Wopperer, nannte das Brunnfeld oder das Industriegebiet Süd als Beispiele. Deshalb sei es richtig, den Bedarfsplan erstellen zu lassen. Die Zustimmung signalisierte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Franz Schindler. Daran habe auch im Juli kein Zweifel bestanden, als der Oberbürgermeister das Thema im Hauptausschuss behandeln lassen wollte - ohne dass es auf der Tagesordnung stand. "Dazu ist das Thema zu wichtig, um es nach drei Stunden schnell abzuhandeln." Selbst wenn der Bedarfsplan ergeben würde, dass eine neue Wache nötig wäre, "nimmt uns der Plan aber nicht die Entscheidung ab, was zu tun ist", sagte Schindler. Fraktionschef Kurt Mieschala (UW) sprach sich ebenfalls für den Bedarfsplan aus. "Warum haben wir den nicht schon längst?" schob er nach. Er sei nicht verpflichtend, antwortete Schamberger, "es wird nicht jeder jubeln." Theoretisch könne es auch sein, dass einzelne der 16 städtischen Wehren "zu gut" ausgerüstet seien. Der Bedarfsplan wird das gesamte Löschwesen in der Stadt unter die Lupe nehmen.

"Der Bedarfsplan ist längst überfällig", meinte auch FW-Fraktionsvorsitzender Dieter Jäger. Er regte an, auch die weiteren Rettungsorganisationen einzubinden, sollte ein neuer Standort gefunden werden müssen. "Dann könnten wir das konzentrieren". Nun wird ein geeignetes Büro mit dem Bedarfsplan beauftragt, nach Einschätzungen von Stefan Schamberger werde das Gutachten weniger als 25000 Euro kosten. Den Auftrag kann dann Oberbürgermeister Andreas Feller vergeben. Mit den Ergebnissen wird sich dann wohl erst der neue Stadtrat zu befassen haben, der im März 2020 gewählt wird.

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