01.12.2020 - 17:36 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona-Tote im Landkreis Schwandorf im Schnitt 75 Jahre alt

Den 28. Corona-Toten meldet das Landratsamt in Schwandorf. Die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises liegt weiter unter 200.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Im Landkreis Schwandorf ist erneut ein Corona-Todesopfer zu beklagen. Verstorben ist ein 90-jähriger Mann, der in einem Altenheim gelebt hatte. Das Durchschnittsalter der 28 Todesfälle liegt bei 75 Jahren und umfasst eine Altersspanne von 36 bis 99 Jahren. Für Montag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 13 neue Infektionen. Die Gesamtzahl steigt damit im Kreisgebiet auf 2273.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat in einem Schreiben am Montag zum Erlass der ab sofort geltenden neunten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegt, dass maßgeblich für die Feststellung des Inzidenzwerts die Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind. Dies hängt damit zusammen, dass das RKI die Zahlen täglich zum Stand um 0 Uhr und damit früher als das LGL aktualisiert. Gemäß RKI liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Schwandorf aktuell bei 175,8. Das LGL weist aufgrund einer anderen tageszeitlichen Abgrenzung einen Wert von 184,62 aus. "Die 13 Fälle vom Montag können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir derzeit ein hohes Infektionsgeschehen haben. Wir wagen heute keine Prognose, ob die Inzidenz im Laufe der Woche den Wert von 200 überschreiten wird. Wäre das der Fall, würden automatisch Verschärfungen in Kraft treten, die wir nicht aufgrund einer eigenen Entscheidung anzuordnen, sondern nur aufgrund der Vorgaben der Staatsregierung bekanntzugeben hätten", teilte der Sprecher des Landratsamtes, Hans Prechtl, mit.

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Im Kindergarten Herz Jesu in Teublitz musste eine zweite Gruppe in Quarantäne geschickt werden. Keine neuen Fälle wurden am Dienstag in den Schulen bekannt. Das Gesundheitsamt hat am Dienstag wieder 11 500 Schnelltests erhalten, die an Krankenhäuser, Alten- und Behindertenheime, ambulante Pflegedienste und Betreute Wohngemeinschaften ausgegeben werden.

Im Rettungsdienstbereich, der die Stadt Amberg sowie die Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf umfasst, befinden sich derzeit 83 Personen in stationärer Behandlung. Davon werden zehn Personen intensivmedizinisch betreut, und zwar in den Krankenhäusern Schwandorf, Burglengenfeld, Amberg und Sulzbach-Rosenberg. Derzeit habe man zwar noch weniger stationäre Patienten als zu Ostern. "Von den 26 Rettungsleitstellen in Bayern haben wir aber nach Passau die zweithöchste altersspezifische 7-Tage-Inzidenz in der Bevölkerungsgruppe 60 Jahre und älter. Dieser Wert liegt bei aktuell bei 230,22", schrieb Prechtl.

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