25.11.2020 - 17:34 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Panne bei Zahl aus Schwandorf

Kein neuer Corona-Fall am Dienstag: Schön wär‘s, sagt das Landratsamt Schwandorf zur aktuellen Statistik des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Sie bilde die wahren Tatsachen nicht ab, es liege wohl ein Fehler vor.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, das die Fallzahlen täglich aktualisiert, weist für den Dienstag keinen neuen Corona-Fall im Landkreis Schwandorf aus. Zum zweiten Mal in dieser Woche stellt der Pressesprecher des Landratsamtes in Schwandorf fest, "dass dieser Tageswert die Realität leider nicht abbildet". Offenbar gebe es eine Verzögerung bei den Arbeitsschritten der Erfassung, Übermittlung und Einpflege der gemeldeten Falldaten. Dasselbe Phänomen gebe es auch bei Stadt und Landkreis Passau, deren neue Fallzahlen ebenfalls mit 0 angegeben werden. Da dort noch wesentlich höhere Inzidenzen als im Landkreis Schwandorf vorherrschen und 0 mehr als unwahrscheinlich ist, sei von einem technischen Problem auszugehen. "Aber wenn morgen dann die Zahlen für Dienstag und Mittwoch in einer Tagesmeldung zusammengefasst werden, werden wir eine hohe zweistellige wenn nicht gar dreistellige Zahl haben. Die Inzidenz ist heute nicht aussagefähig", erklärte Amtssprecher Hans Prechtl.

Drei Schulklassen und eine Kindergartengruppe mussten am Mittwoch in Quarantäne geschickt werden. Betroffen sind eine siebte Klasse an der Mittelschule Schwarzenfeld, die Kombiklasse 3/4 an der Grundschule Bruck, eine sechste Klasse an der Mittelschule Teublitz sowie eine Gruppe im Don Bosco Kindergarten in Burglengenfeld.

Corona-Entwicklung in den Kommunen des Landkreises Schwandorf

Schwandorf

Das Landratsamt hatte ferner berichtet, dass im Impfzentrum, das in Nabburg entstehen wird, täglich rund 250 Personen geimpft werden sollen. Das hat zu fast schon belustigten Nachfragen geführt, ob man sich bewusst sei, wie lange es bei dieser Taktung dauert, bis alle 148 000 Landkreisbürger geimpft sind. "Wir haben darauf geantwortet, dass es doppelt so lange dauert, da jede Person im Abstand weniger Wochen zweimal geimpft werden muss, um geschützt zu sein", sagte Prechtl nun. Richtig sei, dass im Zuge der Einführung des Impfstoffes in jedem Landkreis ein Impfzentrum als zentrale Anlaufstelle eingerichtet wird. Sobald der Impfstoff in großen Mengen zur Verfügung steht, werde jeder Hausarzt die Impfung verabreichen können. Eine Impfpflicht wird es nicht geben. Sowohl die Bundeskanzlerin als auch der Bundesgesundheitsminister hätten mehrmals betont, dass niemand gezwungen wird, sich impfen zu lassen.

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