04.01.2021 - 17:03 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona im Landkreis Schwandorf: Noch kein Trend abzulesen

Die neuen Corona-Fallzahlen liegen im Landkreis Schwandorf niedrig. Doch: Was sind sie wirklich wert? Für eine fundierte Bewertung ist es noch zu früh.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Das Gesundheitsamt ist überzeugt: Es wird noch mindestens eine Woche dauern, bis man die aktuell niedrigeren Corona-Fallzahlen richtig bewerten kann. Denn: Am Montag haben viele Arztpraxen, die „zwischen den Jahren“ geschlossen waren, geöffnet. Es werden wieder mehr Patienten getestet werden, und auch die Kontakte an Weihnachten und Silvester zeichnen sich in der Fallzahl noch nicht ab. "Denn wie uns die Experten sagen, dauert es schon wegen der Inkubationszeit, sodann der Zeitspanne, bis nach einer Infektion bei vielen Menschen Symptome auftreten und diese in der Folge zum Test gehen sowie der für Testung, Probenanalyse und Erfassung zu veranschlagenden Zeitspanne mindestens zwei Wochen, ehe sich ein Infektionsgeschehen in den Statistiken signifikant widerspiegelt. Oder anders gesagt: Die Zahlen, die wir heute erfassen, geben das Infektionsgeschehen von vor zwei Wochen und länger wieder", erklärte Landratsamtssprecher Hans Prechtl in seiner aktuellen Pressemitteilung. Diese Verzögerung bis hin zu einer Trendumkehr habe man auch beim Lockdown im März und im November erlebt. Mit zehn neu bekanntgewordenen Infektionen am Sonntag stieg die Gesamtzahl mittlerweile auf 3517. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut LGL bei 91,97 und laut RKI bei 88,6.

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Im Impfzentrum in Nabburg und in verschiedenen Seniorenheimen im Landkreis wurden bislang insgesamt 1200 Personen geimpft. "Die Impfung ist im Landkreis Schwandorf gut angelaufen", meint Prechtl. Für alle geimpften Personen gilt, dass für eine volle Wirkung eine zweite Impfung erforderlich ist. Die Termine sind vereinbart und die Impfdosen dafür zentral zwischengelagert.

Aktuell werde am Landratsamt gefragt, ob gemeinnützige Christbaum-Sammelaktionen stattfinden können, nachdem ein schnelles Lockdown-Ende nicht in Sicht ist. "Wir haben bislang einige Sammelaktionen von Vereinen bewilligt", sagt Prechtl. Beispielhaft erwähnt er die Christbaumsammlung der Jugendfeuerwehr und Wasserwachtjugend Pfreimd sowie die der Jugendfeuerwehr Katzdorf. Zu jeder Ausnahmegenehmigung wurde rund ein Dutzend Auflagen verfügt, zum Beispiel, dass ein Landwirt mit seinem Fahrzeuggespann als Dienstleister tätig wird. Insgesamt wolle man mit solchen Anträgen, die per Mail an ordnungsamt[at]Landkreis-Schwandorf[dot]de gestellt werden können, lebensnah umgehen. Da der Verkauf von Christbäumen ausdrücklich zugelassen war, hält das Landratsamt auch deren sachgerechte Entsorgung für geboten, auch wenn in unserer ländlich geprägten Region davon auszugehen sei, dass ein Großteil der Bevölkerung die Möglichkeit hat, den abgeleerten Christbaum im winterlichen Garten für einige Wochen zwischenzulagern. "Wird der Baum dort etwa mit Meisenknödel behängt, freuen sich auch die Vögel darüber", so Prechtl.

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