22.03.2021 - 18:18 Uhr
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Corona: Inzidenzwert im Landkreis Schwandorf nur knapp unter 300

Der Landkreis Schwandorf hat nach wie vor den höchsten Inzidenzwert aller 71 bayerischen Kreise. Er wird nur von der kreisfreien Stadt Hof übertroffen. Nach 298,9 am Samstag und 294,2 am Sonntag liegt die Inzidenz am Montag bei 296,2.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Mit 20 Fällen am Sonntag stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen von 6094 auf 6114. Die Sieben-Tage-Inzidenz gaben das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und das Robert-Koch-Institut (RKI) mit 296,2 an.

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"Das Ausbruchsgeschehen im Landkreis bleibt überaus diffus", hieß es in der Mitteilung des Landratsamtes am Montagabend. "Zurzeit sind von aktiven Fällen – also nicht nur bezogen auf die gestrigen Fälle – zahlreiche Privathaushalte, ein Krankenhaus, sechs Alten- und Pflegeheime, vier Schulen, vier Kindertagesstätten, zwei Behinderteneinrichtungen, drei Betriebe, eine Gemeinschaftsunterkunft, zwei ambulante Pflegedienste und ein Kosmetikstudio betroffen".

Mehr als zehn neue Fälle lagen in einer Einrichtung vor: In der Senioreneinrichtung Naabresidenz in Schwandorf wurden anhand einer PCR-Reihentestung von 36 Bewohnern 13 und von 23 Mitarbeitern drei positiv diagnostiziert. Die zeitnahe Testung der gesamten Einrichtung wurde eingeleitet.

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Ab April stellt die Bayerische Staatsregierung größere Impfstofflieferungen in Aussicht. Landrat Thomas Ebeling und die Verantwortlichen des Impfzentrums im Landkreis Schwandorf können daher eine Ausdehnung in die Tat umsetzen. Das Nabburger Impfzentrum wird ab April um eine Außenstelle erweitert. "Die Stadthalle in Maxhütte-Haidhof scheint am geeignetsten für dieses Vorhaben", so Landratsamtssprecher Hans Prechtl. Im Landratsamt spielte man schon längere Zeit mit dem Gedanken, einen weiteren Impfstandort im Landkreis zu errichten. „Allerdings war bislang nicht einmal genügend Impfstoff verfügbar, um das Impfzentrum in Nabburg auf Volllast zu betreiben“, erklärte Landrat Ebeling.

Nachdem nun zunehmend Impfstoff geliefert wird und für April konstant hohe Liefermengen zu erwarten sind, werden die Planungen konkret. Die Verantwortlichen um Christian Meyer und Manuel Lischka vom Landratsamt und ärztlichem Leiter Dr. Moritz Maenner besichtigten zahlreiche Standorte. Die endgültige Entscheidung entfiel auf die Stadthalle in Maxhütte-Haidhof. Dort soll ab Anfang April mit den Impfungen der Bewohner im Städtedreieck begonnen werden.

Der Standort bietet entsprechende Raumkapazitäten, um den Vorgaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums an Impfstellen gerecht zu werden, sowie ausreichend wind- und wettergeschützte Wartebereiche. „Zudem ist der Standort verkehrstechnisch sowohl mit dem Auto als auch mit dem ÖPNV hervorragend angebunden“, bekräftigte der Verwaltungsleiter des Impfzentrums, Christian Meyer, die Entscheidung. Landrat Thomas Ebeling dankte Bürgermeister Rudolf Seidl sowie der Verwaltung vor Ort für ihre unkomplizierte Kooperationsbereitschaft. „Die große Unterstützung, die uns aus der Kommunen entgegengebracht wurde, zeigt ganz deutlich, dass man im Landkreis Schwandorf eng und sehr gut zusammenarbeitet“, lobte der Landrat.

Auch der Einsatz von Impfbussen wurde in Betracht gezogen, aufgrund der bereits gesammelten Erfahrungen aus anderen Regionen hat man jedoch davon Abstand nehmen müssen. Manuel Lischka ergänzte, dass „diese Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt nicht der optimale Lösungsansatz“ sei, zumal laut aktuellen Meldungen der Staatsregierung ab April auch die Hausärzte Covid-Schutzimpfungen für priorisierte Personengruppen verabreichen sollen.

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