19.07.2021 - 15:01 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Nach Brand in Schwandorf: Noch kein Ersatz für mobile Impfstation

Nach dem Vollbrand der mobilen Impfstation am Samstag am Globus in Schwandorf gibt es noch keine Ersatzlösung. Einen neuen Wagen zu finden ist schwierig, sagt Manuel Lischka vom Landratsamt. Das liegt auch das Hochwasser in Westdeutschland.

Der Wagen der Johanniter ist vor dem Globus Markt in Schwandorf vollständig abgebrannt.
von Vanessa Lutz Kontakt Profil

Am frühen Samstagabend stand das mobile Impfzentrum in Schwandorf in Vollbrand. Dort, direkt vor dem Globus, sollte eigentlich unkompliziertes Impfen möglich gemacht werden. "Und das wurde auch sehr gut angenommen", sagt Manuel Lischka, stellvertretender Pressesprecher des Landratsamtes. Doch nicht einmal zwei Tage nach Inbetriebnahme ist von dem Wagen, vermutlich aufgrund eines technischen Defekts, wie die Polizei sagte, kaum mehr etwas übrig.

Der Brand war laut Mitteilung der Polizei vom Personal selbst bemerkt worden. Durch das Feuer wurde auch die Fassade des Verbrauchermarktes beschädigt. Ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude konnte die Feuerwehr den Angaben zufolge verhindern. Der Markt wurde trotzdem vorsorglich evakuiert. Laut Polizei beläuft sich der Schaden auf mindestens 100.000 Euro.

Das stellt den Landkreis für eine Herausforderung - denn schnell Ersatz zu finden, ist nicht leicht. Wie geht es nun weiter mit der mobilen Impfstation? "Es gibt tatsächlich gar nicht so viele Wägen, die wir nutzen könnten", sagt Lischka. "Ein paar Anfragen laufen bereits, aber noch haben wir keine Rückmeldung bekommen." Viele würden momentan außerdem dringend für die Hochwasser-Einsätze in Westdeutschland benötigt werden - denn dort sind auch Teams aus Schwandorf und Schwarzhofen im Einsatz. Lischka hofft, bis zum Wochenende Ersatz zu finden. "Denn da haben wir eigentlich weitere Impfungen vor dem Markt geplant", sagt er. Und vier Wochen später sollten die Zweitimpfungen vorgenommen werden.

Aber gibt es denn keine Alternative zu den Einsatzwägen? Ein Zelt sei für ihn keine zufriedenstellende Lösung, sagt Lischka - und zwar der Wetterkapriolen wegen. Geplant sei außerdem gewesen, mit dieser mobilen Impfstation von Ort zu Ort fahren und so den Bedarf an Corona-Impfungen landkreisweit abzudenken. Mit einem Zelt könne das nicht so unkompliziert bewerkstelligt werden.

Aktuell gibt es für den ganzen Landkreis nur das Impfzentrum in Nabburg und die Außenstelle in Maxhütte-Haidhof. Eine weiterer fester Standort ist derzeit nicht geplant.

Das mobile Impfzentrum in Schwandorf ist komplett ausgebrannt

Schwandorf

 

 

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