02.12.2020 - 18:02 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Auftrag für Impfzentrum in Nabburg vergeben

Das Impfzentrum im Gesundheits- und Betreuungszentrum in Nabburg soll in knapp zwei Wochen einsatzbereit sein. Nun hat das Landratsamt den Auftrag vergeben.

Die "B-A-D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH" in Landshut erhielt den Auftrag für die Errichtung, die Organisation und den Betrieb des Impfzentrums in Nabburg sowie für den Einsatz mobiler Impfteams im Landkreis Schwandorf.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Für die Errichtung, die Organisation und den Betrieb des Impfzentrums in Nabburg sowie für den Einsatz mobiler Impfteams im Landkreis erhielt die "B-A-D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH" in Landshut den Auftrag. Der Auftragnehmer kümmert sich auch um den Einsatz der Ärzte. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor.

Über 2500 Ärzte

Laut Beschluss der Staatsregierung soll das für die Impfungen erforderliche medizinische Personal gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und dem Bayerischen Hausärzteverband gewonnen werden. Bisher hätten sich über 2500 Vertragsärzte bereit erklärt, in Zentren oder mobilen Teams Impfungen vorzunehmen.

Die Corona-Lage im Landkreis Schwandorf am Mittwoch eignet sich laut Landratsamt außerdem gut, um zu erläutern, welche Auswirkungen die unterschiedlichen tageszeitlichen Abgrenzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben.

Unterschiedliche Zahlen

Laut Pressesprecher Hans Prechtl habe das RKI zum Stand Mittwoch, 0 Uhr, sieben neue Fälle und eine Gesamtzahl von 2280 Infektionen gemeldet. Das LGL habe für Mittwoch, 8 Uhr, 53 neue Fälle und eine Gesamtzahl von 2326 genannt. "Beide Zahlen sind exakt richtig, da die Differenz zwischen 2280 und 2326 genau diejenigen 46 Fälle sind, die der Differenz zwischen sieben und 53 entsprechen", schreibt Prechtl weiter.

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Das bedeute, dass das LGL von den 53 Fällen am Dienstag alle ins System einpflegen konnte, während das RKI - das seinen Tagesabschluss acht Stunden früher macht - nur sieben Fälle einpflegen konnte. Der Rest wird morgen nachgeholt. Daraus erklären sich auch die deutlich unterschiedlichen Inzidenzen: Das RKI nennt einen Wert von 148,8 das LGL von 177,18.

Klassen in Quarantäne

In Quarantäne geschickt wurde am Mittwoch eine dritte Klasse der Lindenschule in Schwandorf. Für eine zweite und vierte Klasse dieser Schule, die sich in Quarantäne befanden, begann wieder der Präsenzunterricht. In Quarantäne befinden sich laut Landratsamt seit Mittwoch auch eine erste Klasse der Grundschule Schönsee und eine siebte Klasse des Gymnasiums Schwandorf einschließlich der Schüler aus Parallelklassen, die in einem Lehrfach gemeinsam unterrichtet wurden.

Der Corona-Ausbruch im Pflegeheim in Nabburg ist laut Landratsamt vorüber. "Das Infektionsgeschehen ist beendet", schreibt Prechtl. Alle Bewohner konnten aus der Quarantäne entlassen werden.

280 Fälle in sieben Tagen

Bezogen auf die vergangenen zwei Wochen hat es in allen Kommunen im Landkreis Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Alleine in den vergangenen sieben Tagen sind im Gesundheitsamt 280 neue Fälle aufgelaufen, berichtet das Landratsamt. In diesem Zeitraum trat Corona in 28 von 33 Gemeinden auf. Diejenigen vier Gemeinden, die im Betrachtungszeitraum vorher keine Fälle hatten - Altendorf, Neukirchen-Balbini, Niedermurach und Schwarzhofen - haben diesmal Infektionen zu verzeichnen.

"Aufmerksame Leser unserer Pressemitteilungen werden feststellen, dass wir in unseren Tagesmeldungen für den Zeitraum vom 25. November bis zum 1. Dezember mehr Fälle gemeldet hatten", schreibt Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl weiter. Diese Abweichung beruhe im Wesentlichen darauf, dass in der Mitteilung vom 26. November insgesamt 98 neue Fälle gemeldet wurden. Von diesen seien aber nicht alle dem 25. November zuzuordnen sondern zum Teil auch dem 24. November, für den das LGL keine Fälle registriert hatte. Dieser Tag liegt aber außerhalb des Sieben-Tages-Zeitraums.

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