29.06.2020 - 12:03 Uhr
SchönseeOberpfalz

Schlummernder Schatz am Grünen Band

Die Sommerausstellung im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) gleicht einer Fotosafari vor der Haustür. Die großformatigen Bilder reizen, sich bei Rad- und Wandertouren auf Spurensuche entlang des Grünen Bands zu machen.

Die Vorsitzende des Bavaria Bohemia e.V., Irene Träxler (links), begleitet Ausstellungsbesucherinnen bei einem Rundgang. Das Wettbewerbsfoto( rechts) zeigt eines der Landschaftskunst-Installationen im Europa-Kunstpark bei Eschlkam.
von Hans EibauerProfil

Nicht wie seit 2007 gewohnt mit dem großen Sommerempfang, sondern im kleinen Rahmen, läuteten begrüßende Worte von CeBB-Leiterin Veronika Hofinger auf dem Vorplatz des ehemaligen Kommunbräuhauses die Sommerausstellung ein. In Corona-Zeiten müssen leider zur Tradition gewordene größere gesellschaftliche Begegnungen unter den Tisch fallen.

Sommerempfang "light"

Immerhin entschlossen sich CeBB und Trägerverein Bavaria Bohemia e.V. zu einem Sommerempfang light. Unter den Gästen Vorsitzende Irene Träxler mit Vorstandsmitgliedern, Anne Gierlach und Hans Eibauer als frühere Vorsitzende, der Stadlerner Bürgermeister Gerald Reiter mit Peter Lampl und Hans Vogl vom Stadlerner Heimatmuseum und einige der Fotoschaffenden, die mit der Linse im Grünen Band unterwegs waren.

150 Fotos

In ihrer Einführung berichtete CeBB-Leiterin Veronika Hofinger über die Ausstellungsidee, das Grüne Band mit einen Fotowettbewerb zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit zu verhelfen. Die Resonanz auf die Ausschreibung war groß: 60 deutsche und tschechische Fotografen reichten 169 Fotos ein, 150 landeten auf dem Tisch einer zehnköpfigen Jury, paritätisch deutsch und tschechisch besetzt. „Die Juryauswahl sind 34 fantastische Fotos im Großformat, die in der historischen Gewölbehalle und auf dem Weg in die oberen Stockwerke das Kernstück der bis zum 2. September laufenden Ausstellung bilden und die auf Publikumsbewertung im CeBB und Online auf bbkult.net warten.“

Veronika Hofinger ergänzte, dass die 116 Aufnahmen, die nicht in die Endrunde kamen, als meterhohe Bilderwand im Luftraum des Treppenhauses die Gäste über vier Etagen bis hinauf zur Aussichtsplattform begleiten.

Der Sommerempfang in "Vor-Corona-Zeiten"

Wenn am 2. September die Sommerausstellung schließt, dann wird die Publikumsbewertung veröffentlicht: Ausstellungsgäste oder auch virtuelle Besucher der Online-Präsentation auf bbkult.net sind aufgefordert, ein Sternchen beim Lieblingsfotos zu setzen. Spannend, welche Fotos in der Publikumsgunst das Rennen machen werden. Für eine Parallelpräsentation im bb-dialog stellten Peter Lampl und Peter Vogl historische Aufnahmen aus dem Museum des heimatkundlichen Kreises in Stadlern für zusammen. Die 70 Reproduktionen passen ideal zum Thema der Sommerausstellung, denn sie zeigen allesamt Menschen, Häuser, Gehöfte und die Landschaft an der bayerisch-böhmischen Grenze in historischen Aufnahmen aus einer Zeit, als das Grüne Band noch kein Begriff war.

Unermüdliches Engagement

Veronika Hofinger und Bürgermeister Gerald Reiter lobten die unermüdlichen ehrenamtlichen Heimatforscher, denn rund 15 000 Fotos, davon annähernd 5000 von der böhmischen Seite, ausfindig zu machen, zu archivieren, zu digitalisieren und zuzuordnen, braucht Leidenschaft und Zeit, die beide zusammen mit Heribert Wurm und ein paar weiteren Heimatfreunden seit bald 30 Jahren aufbringen.

Hintergrund:

Die Öffnungszeiten

Förderpartner der Sommerausstellung sind der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds (DZTF) in Prag und der Landkreis Schwandorf. Die Sommerausstellung ist während der Woche täglich von 9 bis 16 Uhr und samstags von 10 bis 11.30 und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Hans Vogl, Gerald Reiter und Peter Lampl (von rechts) trafen im bb-dialog ein tschechischen Ehepaar aus Aš (Asch), das sich von den drei Stadlernern die Entstehungsgeschichte des heimatkundlichen Museums erläutern ließ.
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